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Blogging: Kommentare kommentieren?

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Jeder darf etwas sagen | Bestimmte Rechte vorbehalten von Rusty Sheriff

Nothing Makes a Blogger’s Day Like Comments,“ heißt es so schön. Und für kaffeeringe.de möch­te ich das ger­ne un­ter­schrei­ben. Ich freue mi­ch über je­den Kommentar, weil hier 99% al­ler Kommentare nett ge­schrie­be­ne und klug ge­dach­te Ergänzungen zum Inhalt mei­ner Versuche. Insgesamt ha­be ich al­ler­dings ein ge­spal­te­nes Verhältnis zu Kommentaren. Markus Beckedahl hat­te da­zu ei­ne Diskussion an­ge­sto­ßen, die der WebmasterFriday in die­ser Woche auf­greift.

Ich kann Markus Beckedahl ver­ste­hen. Auf netzpolitik.org ver­sam­melt si­ch ger­ne ein Kuriositätenkabinett von Verschwörungstheoretikern, Zynikern und Dumpfbacken – ähn­li­ch den Stammtisch-Kommentatoren auf den Webseiten al­ler Tageszeitungen oder den Trollen im Heiseforum. Nicht um­son­st hat Heise schon vor Jahren das Forum vor Gelegenheitslesern ver­steckt und nicht um­son­st ver­lan­gen mehr und mehr Zeitungen ei­ne Registrierung, be­vor man los pö­beln kann. Da kann ich dann auch ver­ste­hen, dass man nicht auf Kommentare ein­geht und „Scheiße vor­bei trei­ben“ lässt. Und ich fin­de es äu­ßer­st eh­ren­haft, dass Markus Beckedahl im­mer wie­der er­klä­rend und be­schwich­ti­gend auf die dümms­te Polemik ein­geht. Anders als Michael Speier in sei­nem Beitrag zum WebmasterFriday, fin­de ich es nicht schlimm, wenn in „grö­ße­ren“ Blogs die Autoren nicht mehr ant­wor­ten – aber ich den­ke, dass si­ch die Autoren da selbst ei­ne Chance rau­ben.

Auf vie­len we­ni­ger pro­mi­nen­ten Webseiten fin­de ich die Kommentare oft sehr hilf­reich. Gerade wenn man auf der Suche nach Lösungen für tech­ni­sche Probleme ist, er­gän­zen und ak­tua­li­sie­ren die Kommentare den Artikel oft. Ich freue mi­ch in mei­nem ei­ge­nen Blog über die sel­te­nen aber um­so bes­se­ren Diskussionen, bei de­nen ich im­mer wie­der viel ler­ne. Ich be­trach­te da­bei je­den mei­ner Artikel als Diskussionsbeitrag und nicht als letz­te Weisheit. Einige Diskussionen fin­den di­rekt auf kaffeerringe.de statt – an­de­re lau­fen bei Facebook. Weniger bis nie pas­siert das bei Google+ oder Twitter – manch­mal bei Diaspora.

Ich neh­me mir hier­mit vor, selbst mehr zu kom­men­tie­ren und vor al­lem bei Blogs, die mir tech­ni­sch ge­hol­fen ha­ben, öf­ter Danke zu sa­gen. Anderseits will ich mi­ch auch nicht in Troll-Debatten ein­schal­ten. Das ha­be ich frü­her mehr ge­macht. Das kann ich in­zwi­schen un­ter­drü­cken.

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Foto: Bestimmte Rechte vor­be­hal­ten von Rusty Sheriff

Kommentare

Kai Breker

Okay, nur lei­der muss man si­ch oft viel zu oft re­gis­trie­ren, um ein­mal „DANKE“ sa­gen zu kön­nen.

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