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Ubuntu 12.10: Web-Apps werden ins Desktop integriert

Ubuntu 12.10
Ubuntu 12.10 | Eigener Screenshot

Ende Oktober steht die neue Version von Ubuntu an. Ubuntu 12.10 soll vor al­lem ei­ne ver­bes­ser­te Unterstützung für Web-Apps wie GMail, Facebook, Last.FM & Co. brin­gen. Auf den ers­ten Blick sah es so aus, als könn­te man nur Bookmarks in der Startleiste spei­chern. Wer das Video aber wei­ter schaut, kann se­hen, dass die Dienste auch voll in die Kommunikations- und Multimedia-Menüs von Ubuntu in­te­griert sind. So kann man über das nor­ma­le Menü bei Last.fm Tracks wei­ter­schal­ten und die Lautstärke re­geln. Ich ge­he da­von aus, dass das auch über die Multimedia-Tasten an der Tastatur funk­tio­niert.

Facebook, Twitter, Google+, GMail, Youtube, Yahoo Mail. Pandora, BBC, Reddit – die Liste der schon beim Start un­ter­stütz­ten Webanwendungen liest si­ch wie ein Who-is-Who der Web-Plattformen. Leider ist mit Ausnahme von Libre.FM kei­ne ein­zi­ge freie Software da­bei. Ich wür­de viel­leicht auch ger­ne mein Roundcube als Mailer, OpenPhoto als Online-Fotoalbum oder own­Cloud als Online-Musikplayer ein­bin­den.

Zum Teil liegt das na­tür­li­ch dar­an, dass Canonical bes­ser ver­kau­fen kann, wenn es be­kann­te und viel ge­nutz­te Dienste un­ter­stützt. Zu ei­nem an­de­ren Teil liegt es aber auch dar­an, dass Open Source Projekte viel zu sel­ten ent­spre­chen­de APIs zur Verfügung stellt. Meistens wer­den sie als Einzellösung ent­wi­ckelt.

Bisher hät­te es über­haupt kei­ne Anwendung da­für ge­ge­ben, ei­nen Mailer, den ich al­lei­ne be­nut­ze mit ei­ner Programmierschnittstelle aus­zu­stat­ten. Wenn Open Source Projekte gut pro­gram­miert sind, ver­fü­gen sie für die in­ter­nen Abläufe oh­ne­hin über ei­ne API. Die muss, ge­schützt vor un­au­to­ri­sier­tem Zugriff, nach au­ßen er­reich­bar sein.Das ist mir ei­gent­li­ch nur von Projekten be­kannt, die kom­mer­zi­el­le Plattformen nach­ah­men: Status.NET imi­tiert die Twitter-API, Libre.FM imi­tiert die Last.FM API und Open Photo ori­en­tiert si­ch an Flickr. Alle Open Source Projekte soll­ten sol­che Schnittstellen an­bie­ten oder si­ch nicht dar­über wun­dern, wenn an­de­re Projekte sie nicht an­bin­den.

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Kommentare

Jan

„Lei­der ist mit Aus­nahme von Libre.FM kei­ne ein­zige freie Soft­ware da­bei.“
Soll das hei­ßen, dass Applikationen wie Reddit Geld kos­ten wer­den!?

Steffen Voß

Frei im Sinn von Freie Software https://de.wikipedia.org/wiki/Freie_Software – nicht im Sinn von „kos­ten­los“.

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