Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Lesetipp : Kim Gordon – Girl in a Band

Steffen Voß

„Wie ist es als Frau in einer Rock-Band,“ ist eine der blödesten Fragen, die Sonic Youth Gründerin Kim Gordon wieder und wieder in Interviews gestellt bekam. Die Antwort verdient ein ganzes Buch.

1953 geboren, wurde Kim Gordon von ihren Akademiker-Eltern um die halbe Welt geschleppt. Früh bekam sie Kontakt zu Kunst und freiem Denken, datet Danny Elfman. Sie zieht nach New York, taucht in die Kunstszene ein, trifft allerlei namhafter Leute von Neil Young bis Jeff Koons.

Dann trifft sie Thurston Moore mit dem sie die Noise-Band Sonic Youth gründet und es im Laufe der Jahrzehnte zu einigem Unterground-Ruhm bringt.

27 Jahren waren Kim Gordon und Thurston Moore darüber hinaus verheiratet und sie bekamen eine gemeinsame Tochter. Dadurch änderte sich die Interview-Frage zu „Wie ist es als Mutter im einer Rock-Band“?

„Girl in a Band“ ist auch eine Geschichte der Independent Musik seit den späten 1970ern. Wie es von den Stooges zu den Ramones kam, von den Ramones zu Black Flag und von Sonic Youth zu Nirvana.

Nach ihrer Vorgeschichte, hangelt sich Kim Gordons Erzählung an den Alben von Sonic Youth entlang, erklärt für den einen oder anderen Song die Inspiration. Dabei wird es nie nerdig – es geht immer darum von Menschen zu erzählen.

Kim Gordons Autobiografie ist unglaublich uneitel. Sie hat zwar Musik gemacht und Kunst und Mode, hat Yoko Ono interviewt und vieles anderes mehr. Aber all das hat sie nicht gemacht, weil sie so ein toller Hecht ist, sondern weil es interessant war.

Wie es ist als Frau in einer Rock-Band? Einerseits wirklich wild und cool. Andererseits erstaunlich bodenständig und normal.

Kim Gordon: Girl in a Band  ist bei Dey Street Books erschienen, hat 288 Seiten und kostet 19,99€ in der gebundenen Ausgabe und 8,59€ in der Taschenbuchausgabe.

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