Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Fernsehen ist langweilig

Steffen Voß

Als hätten wir es nicht alle längst geahnt: „Fernsehen ist langweilig“ und weniger Menschen interessieren sich dafür. Grund soll paradoxerweise das größere Angebot sein. Wer beim Zappen nichts Interessantes findet, schaltet schneller ab. Und wenn 30 Sender 24h Programm machen kann nicht alles interessant sein und wenn etwas interessant wäre, müsste man es auch noch erkennen.Seit ungefähr 10 Jahren gibt es nun das digitale Fernsehen. Und statt das Angebot zu verbessern, werden einfach nur mehr Sender eingespeist. Dabei gehört es zu einem digitalen Empfänger, dass er digital ist. Und das könnte man für vielseitige Zwecke nutzen.

Zum Beispiel müsste man dem Gerät einfach mitteilen können, was einen denn eigentlich interessiert – per Computer wählt man aus, dass man in nächster Zeit gerne man wieder einen Western mit John Wayne sehen möchte. Wenn ein entsprechender Film im Programm auftaucht, sagt das System bescheid.

Absehbar ist dann aber schon, dass man sich einen entsprechenden Film „on-demand“ aus dem Internet lädt und direkt gucken kann. Und tatsächlich hat die Studie „TV 2010“ herausgefunden, dass sich zumindest technisch interessierte Haushalte neben dem Fernsehen auch per DVD und Internet unterhalten lassen. Da fehlen tatsächlich nur noch die entsprechenden legalen Download-Angebote auch für Filme.

Mit Internet, Podcast, Blogs, Downloads usw. scheint die Zeit ohnehin zu Ende zu gehen, in der man die Informationen hinnehmen musste, die einem die Tageszeitung, das Radio und das Fernsehen in dem Moment anbot, da man gerade Zeit hatte. Und dann gibt es ja auch noch Bücher, die man sogar auf dem Klo lesen kann. DAS nenn ich „Mobile Entertainment“. 😉

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