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Green IT: [Update] Apple will nicht mehr grün sein

Grüne Äpfel
Grüne Äpfel | Foto: Some rights reserved by Akhilesh S

[Update: Siehe Kommentare. In Ergänzung meines älteren Artikels bleibt die Erkenntnis, dass sich öffentliche Stellen in den USA schon nach Umwelt-Siegeln bei der Beschaffung richten.] Noch vor ein paar Tagen schrieb ich über die nachhaltige Weiterentwicklung von Smartphones. Heute lese ich, dass Apple den umgekehrten Weg geht und aus dem Amerikanischen Green-IT-Programm „Electronic Product Environmental Assessment Tool“ (EPEAT) aussteigt. Die Reaktionen lassen nicht auf sich warten: Die Stadt San Francisco hat laut CIO Journal festgestellt, dass Apple Laptops und Desktop-Computer nicht mehr angeschafft werden dürfen. Dutzende Top-Universitäten, die sich auferlegt haben, nur nach EPEAT zertifizierte Geräte anzuschaffen, dürften nachziehen.

Es ist weiterhin unbekannt, warum Apple aus dem Programm, das es selbst mitentwickelt und in jedem Jahr mit goldener Auszeichnung bestanden hat, ausgestiegen ist. Interessant finde ich aber die Auswirkungen: Offenbar suchen zumindest öffentliche Einrichtungen in den USA nach Möglichkeiten, möglichst recyclebare Geräte anzuschaffen. Und wer das nicht leisten kann oder will, muss mit dem wirtschaftlichen Nachteil leben, von Teilen der öffentlichen Beschaffung ausgeschlossen zu sein.

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Kommentare

Faldrian

Das fin­de ich ei­ne gu­te Grundeinstellung der öf­fent­li­chen Einrichtungen in den USA. Da kann si­ch dann je­der Hersteller sel­ber über­le­gen, ob ihm die­ser Markt wich­tig ist oder ob er dar­auf ver­zich­tet und meint, dass er mit den even­tu­ell ein­ge­spar­ten Kosten so viel güns­ti­ger pro­du­ziert und das im nor­ma­len Verbraucher-Bereich wie­der wett macht.

Sebastian Schack

Weshalb Apple da aus­ge­stie­gen ist, ist in­zwi­schen (seit dem 10.7.) sehr wohl be­kannt: http://www.loopinsight.com/2012/07/10/apple-responds-to-epeat-concerns/

Kurzfassung: EPEAT ist ver­al­tet, um­fasst we­der Smartphones no­ch Tablets. Apple un­ter­wirft si­ch per so­fort lie­ber den (nach ei­ge­nen Angaben – ich hab das nicht über­prüft) strik­te­ren Richtlinien von „EnergyStar 5.2“, die wohl eben­falls auch von der US-Regierung un­ter­stützt wer­den.

Steffen Voß

Das er­klärt nur teil­wei­se, war­um sie aus ei­nem selbst­ent­wi­ckel­ten Standard aus­stei­gen, den sie ja of­fen­bar mit ih­ren Laptops und Desktoprechnern wei­ter­hin er­fül­len könn­ten.

Hinnerk

Ich ver­ste­he den von Sebastian ge­pos­te­ten Artikel so, daß der Standard so ver­al­tet und der Standardisierungsprozeß hin­ter EPEAT so lahm ist, daß er die Entwicklung von Apple nicht mehr ab­bil­den kann. Insbesondere der letz­te Absatz zeigt ja ei­nen deut­li­chen Frust:
»Apple has do­ne mo­re than any other tech­no­lo­gy com­pany in re­cent me­mo­ry to be en­vi­ron­men­tal­ly fri­end­ly. What’s mo­re, Apple pu­blis­hes ever­y­thing that ma­kes up its car­bon foot­print on its Web site. Again, this is so­me­thing EPEAT doesn’t me­a­su­re.«

Deine Aussage, näm­li­ch daß Apple si­ch in Umweltbelangen rück­ent­wick­le, kann ich an­hand der vor­lie­gen­den Quellen nicht nach­voll­zie­hen.

Steffen Voß

Das stimmt. Das seh ich auch nicht mehr.

Sören

Gut, jetzt macht es auch al­les Sinn 😉
Hatte mi­ch schon ge­wun­dert – grün zu sein ist doch heu­te wich­ti­ger denn je!
Aber was sprä­che ei­gent­li­ch da­ge­gen, den EPEAT wei­ter­zu­ent­wi­ckeln?
Bzgl. des deut­schen Marktes ha­be ich da ge­ra­de ei­nen in­ter­es­san­ten Artikel ge­le­sen, den ich eu­ch nicht vor­ent­hal­ten will.
Da geht es um die IT Beschaffung.
U. a. wird ein Unternehmen vor­ge­stellt, wel­ches si­ch grü­ne IT Beschaffung auf die Fahnen ge­schrie­ben hat. Die ha­ben si­ch für ein Pay-per-Copy-Modell ent­schie­den und ach­ten na­tür­li­ch auch bei der Hardware auf Stromverbrauch etc.
Was wür­det ihr sa­gen? Wer ist wei­ter was „grün“ be­trifft? Deutschland oder USA?
Achso, hier mei­ne Quelle: http://www.marktundmittelstand.de/nachrichten/produktion-technologie/it-beschaffung-service-schlaegt-preis/

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