Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Musik überall : Pure One Flow Internet-Radio

Pure One Flow
Pure One Flow | Eigenes Foto

Steffen Voß

Seit einiger Zeit schon ist das Pure One Flow Internet-Radio treuer, musikalischer Begleiter. Egal ob DAB+, Internetradio, Musikserver oder Podcast – der kleine schwarze Kasten ist in der ganzen Wohnung dabei. Das Radio ist nicht das billigste. Aber es kann eine ganze Menge und der Hersteller gibt sich viel Mühe bei der Verbesserung der Leitung.

Die Bedienung des Radios ist relativ puristisch: Ein Knopf regelt die Lautstärke und der andere dient der Auswahl. Durch die wenigen Knöpfe, sind die vielen Funktionen oft relativ kompliziert zu bedienen. Wenn man zum Beispiel einen Sender in dem riesigen Verzeichnis suchen will, muss man entweder endlos am Knopf drehen, oder über eine Buchstabenauswahl eine Suche eingeben. Das Tolle ist aber: Wenn das Radio konfiguriert ist, und man sich einige Sender zusammengestellt hat, reichen die zwei Knöpfe locker. Und man ist beim Einstellen gar nicht unbedingt auf die Knöpfe angewiesen. Pure bietet eine eigene Webseite an. Wer sich dort registriert, kann die Sender auch hier suchen und als Favoriten einrichten. Wer die Pure-App auf dem Smartphone hat, kann diese ebenfalls wie ein Pure-Internetradio über die Webseite verwalten. Außerdem kann die App Musik vom Telefon auf das Radio streamen.

Es gibt ja Leute, die DAB+ für überflüssig halten. Wenn ich mir aber die Beschränkungen des mobilen Internets anschaue, dann sehe ich noch lange keine Ablösung. DAB+ hat immer einen hervorragenden Klang und einen gute Empfang. Es ist übrigens im Empfang auch nicht so empfindlich wie DVB-T – wo Bild und Ton oft bei einer kleinen Verschiebung der Antenne weg sind. Über DAB+ sind vor allem die Sender des Deutschlandradios ordentlich zu empfangen. Die sind analog in Kiel nicht gut hörbar – und DRadio Wissen überhaupt nicht. Daneben gibt es eine Reihe weiterer – meist öffentlich-rechtlicher Sender. Dank des dicken Akku-Packs funktioniert das DAB-Radio auch abseits von Strom und WLAN-Empfang.

Das Pure One Flow kann über das WLAN auch auf uPNP-Medienserver zugreifen. Da ich dank meines Routers so einen Server betreibe, kann ich mit dem Radio auf meine gesamte Musik-Sammlung zugreifen. Hier allerdings zeigt sich die Schwäche der Ein-Knopf-Bedienung. Die Interpretenliste durchzuscrollen kann ganz schön nervig sein, wenn es 20 oder mehr Umdrehungen dauert, bis man in der Mitte des Alphabets angekommen ist.

Freunde des Podcasting können über das Pure One Flow auch Podcasts abonnieren. Leider zeigt Das Radio weder an, wie lang ein Podcast ist, wo man sich in dem Beitrag befindet und es speichert auch nicht den letzten Stand, wenn man unterbrechen muss.

Der Sound des Radios ist relativ gut für einen Plastikkasten. Natürlich kann man damit keine Party beschallen aber für die Küche reicht es deutlich. Mit der richtigen Musik macht Abwaschen gleich mehr Spaß – und das Pure One Flow hilft dabei. Gerne benutze ich das Radio auch als zusätzlichen Lautsprecher am Laptop.

Seit ich das Radio habe, sind schon mehrfach Firmware-Updates gekommen, die sich das Radio nach einer Bestätigung über das WLAN zieht. Auch die Webseite von Pure hat sich weiterentwickelt. Ich mag zwar nicht, dass das System so geschlossen ist und mir ist nicht klar, wie das Internetradio funktioniert, wenn der Hersteller pleite gehen sollte. Aber im Moment ist das Angebot sehr gut. Das Radio ist sehr zu empfehlen.

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  1. Hardware: Alleskönner-Router: Fritzbox 7390

Kommentare

Jens Schmidt
Jens Schmidt:

Hey,
sehr hilfreicher interessanter Testbericht! Danke hat mir sehr weitergeholfen 😉
LG

3.10.2016 um 03:37

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