Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Open Source macht einfach mehr Spaß

Steffen Voß

Wenn man unbeleckten Laien erzählt, dass sie für dieses oder jenes Porgramm nichts bezahlen müssen, weil sich Programmierer in ihrer Freizeit dran vergnügen und ihre Arbeit dann auch noch kostenlos zur Verfügung stellen, erntet man nicht selten ungläubige Blicke: Menschen arbeiten umsonst? Wo gibt es denn das heutzutage? Und dann noch in so einem hochtechnologischen Bereich. – Wer diese Wohltäter sind und was sie treibt, hat jetzt eine Dissertation an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
der Universität Zürich untersucht.Wenig überraschend ist, das zwei Vorraussetzungen für die Tätigkeit in Open Source-Projekten Spaß am Programmieren und vorhandene Freizeit sind. Interessanter ist aber die Entdeckung, dass 42% der befragten Programmierer sich nichtsdestoweniger für ihre Arbeit bezahlen lassen. Da vor allem Mitglieder von kleineren Projekten befragt wurden, liegt diese Quote noch höher, wenn große Projekte wie Open Office oder Apache einbezogen würden.

Interessant für den kommerziellen Bereich ist die Tatsache, dass es nicht an eventuell nicht vorhandenem Termindruck oder Hierarchien liegt, dass Open Source Porgrammierer mehr Spaß an ihrer Arbeit haben – Sie erhöhen laut Umfrage eher das Vergnügen. Der Autor führt die höhere Motivation auf eine klare Projektvision zurück. Dazu kommt, dass in Open Source Projekten die Programmierer mehr nach ihren eigenen Fähigkeiten eingesetzt werden – so findet jeder eine herausfordernde Aufgabe, die aber zu bewältigen ist.

Der Autor überträgt diese Erkenntnis auf den kommerziellen Bereich und schlägt auch hier klare Projektvisionen vor, um die Motivation der Mitarbeiter auch über längere Zeit zu erhalten.

Links:
„Spass und Software-Entwicklung – Zur Motivation von Open-Source-Programmierern“

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