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Wozu eigentlich Grand Prix?

Seit der Schlager nicht mehr das gro­ße Publikum hat, wie vor 20-30 Jahren, scheint der Grand Prix oder „Eurovision Song Contest“, wie er mitt­ler­wei­le heisst, nach ei­ner neu­en Ausrichtung zu su­chen. Dazu kommt no­ch die Öffnung nach Osten, die plötz­li­ch die Zahl der Teilnehmer ver­dop­pel­te und dem Ereignis ei­ne neue mu­si­ka­li­sche Facette hin­zu­füg­te. Auch in die­sem Jahr in Athen, schwank­ten die Beiträgen zwi­schen klas­si­schen Grand Prix-Lieder wie die aus Irland und Frankreich, dem Ostpop aus Armenien oder der Ukraine und sol­chen al­ber­nen Sachen wie aus Finnland oder Litauen – da ha­ben uns Stefan Raab und Guildo Horn viel­leicht et­was ein­ge­brockt.Wenn auch Nana Mouskouri ein we­nig ver­wirrt wirk­te, brach­te sie auch oh­ne Lied ein we­nig von dem al­ten und alt­mo­di­schen Flair des Grand Prix in ei­nen son­st ziem­li­ch ver­korks­ten Abend. Als ihr da­bei no­ch fast die Eieruhr an die Birne ge­dotzt ist, war das fast wie ei­ne Mahnung: „Deine Zeit ist vor­bei!“ Der Zuschauer war wie­der im hier und heu­te.

Sonst war die Musik wie­der schei­ße wie im­mer – ich weiß auch gar nicht, war­um ich mir das im­mer wie­der an­tu. Texas Lightning hat­ten wirk­li­ch den ein­zi­gen Song, den man gut hö­ren konn­te. „Mit dem Alter fängt man an, si­ch für Country-Musik zu in­ter­es­sie­ren“ – Die Aeronauten ha­ben recht. Für al­le, die das auch so se­hen und über Texas Lightning hin­aus nicht gleich zu Truck Stop grei­fen wol­len, hier zwei Tipps:

Cow – Feeding Time
Cow sind ei­ne Art „All-Star Band Country Side Project“ mit Peta Devlin von den mitt­ler­wei­le auf­ge­lös­ten „Die Braut Haut Ins Auge“ Thomas Wenzel von „Die Sterne“ und „Die Goldenen Zitronen“, Thomas Butteweg von „Incredible Sinalco Bums“ und Ecki Heins der ein­st bei Fink den Geigenbogen schwang. 2001 zo­gen si­ch die vier in die Dithmarscher Provinz zu­rück, um ein ech­tes klei­nes Country Album auf­zu­neh­men. Mit viel Liebe und ei­nem an­ge­mes­se­nen Augenzwinkern sind da­bei 13 groß­ar­ti­ge Songs ent­stan­den.
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Bernd Begemann und Dirk Darmstädter – This Road doesn’t lead to my House any­mo­re
Ziemlich ge­n­au ein Jahr nach Cow brin­gen die zwei Hamburger Haudegen Bernd Begemann und Dirk Darmstädter ein Minialbum mit Country-Coversongs her­aus. Begemann könn­te man als so­et­was wie ei­nen der Altväter der Hamburger Schule be­zeich­nen und Dirk Darmstädter fei­er­te mit den Jeremy Days im letz­ten Jahrtausend so­gar Chartserfolge – Die bei­den du­et­tie­ren si­ch er­staun­li­ch ernst­haft durch 10 Songs wie wie „I got a Name“ (Jim Groce) oder „Thank God I’m a Country Boy“ (John Denver)
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Links:
Cow Homepage
Bernd Begemann Homepage
Dirk Darmstädter Homepage
Texas Lightning Homepage

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