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Buchtipp: Wissenschaftliches Arbeiten mit OpenOffice.org 2.0

Wer kennt nicht die Horrorgeschichten von Diplom-, Magister- und Examensarbeiten? Tagelang schon sprangen die Fußnoten von Seite zu Seite und Bilder verrutschten, bis einen Tag vor Abgabe eine fortschreitend verzweifelnde Gruppe von guten Freunden zusammen mit dem Autor versuchen 80 Seiten Text samt Abbildungen, mit korrekter Seitennummerierung und den Bildern an der richtigen Stelle irgendwie aus Word herauszubekommen und zum Binden zu bringen. Jeder erfahrene Word-Veteran wird bestätigen können, dass lange Texte in Word immer irgendwie Ärger machen. Doch meist ist der Streß schon vor dem ersten geschriebenen Wort vorprogrammiert und muss nicht sein.

Das Buch „Wissenschaftliche Arbeiten mit OpenOffice.org 2.0“ verspricht „Die perfekte Seminararbeit und Dissertation“ und verspricht damit nicht zu viel.
OpenOffice.org 2.0 ist ein Office-Paket mit Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Präsentationssoftware und allem, was auch Microsoft Office bietet – nur kostenlos zum Download. Diesen studentenfreundlichen Preis wir durch die freiwillige Tätigkeit von Programmierern ermöglicht, die zum Teil in ihrer Freizeit, zum Teil gesponsort von Firmen zusammen an diesem OpenSource-Projekt arbeiten. Dabei steht der Funktionsumfang von OpenOffice.org in nichts der kommerziellen Version von Mircosoft nach – einzig das Aussehen ist ein wenig schlichter.

Doch gerade dieser Funktionsumfang ist des, der auch Microsoft Word schon den Ruf einbrachte, dass 80% der Benutzer nur 20% der Funktionen verwendeten. Dabei sind es diese Funktionen, die das Leben von Studierenden leichter machen können.

Kai Surendorf erklärt in „Wissenschaftliche Arbeiten mit OpenOffice.org 2.0„, wie man den OpenOffice.org Writer für die Anforderungen einer wissenschaftlichen Arbeit vorbereitet. Dabei fängt er ganz praktisch bei der Installation, dem Öffnen, Speichern und Schließen von Dateien und einfachen manuellen Formatierungen an, stellt dann aber heraus, dass man mit manuellen Formatierungen schnell in die Sackgasse läuft, an deren Ende die verzweifelte Nacht mit Freunden steht.

Formatvorlagen sind das A&O in der Planung einer Hausarbeit und Kai Surendorf erklärt einfach verständlich und nachvollziehbar, wie man die verschiedenen Seiten-, Absatz- und Verzeichnisvorlagen anpasst und benutzt.

Dezidiert nicht geht der Autor auf spezielle Einstellungen ein – Die Anforderungen an die Formatierung variieren zu stark von Hochschule zu Hochschule, von Institut zu Institut und durchaus auch von Dozent zu Dozent. Dafür verfügt man nach der Lektüre über ein umfangreiches Basiswissen zu OpenOffice.org Writer, mit dem man auch anderen Formatanforderungen genügen kann.

Eigene Kapitel sind den anderen Office-Komponenten (Calc, Draw, Impress, Base und Math) gewidmet. Aber jeweils auch mit Hinblick auf die Erstellung von wissenschaftlichen Arbeiten.

Insgesamt bietet „Wissenschaftliche Arbeiten mit OpenOffice.org 2.0“ einen interessanten Einblick in die Textverarbeitung von OpenOffice.org, und kann sowohl Anfängern wie auch Benutzern mit Vorkenntnissen ein Fülle hilfreicher Tipps geben.

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