Steffen Voß - Technologie & Gesellschaft

Arbeitsmarkt : Brain Drain & Brain Gain in Afrika

Steffen Voß

Die als „Brain Drain“ bezeichnete Abwanderung qualifizierter Arbeitskräfte stellt eine Herausforderung an den Arbeitsmarkt jedes betroffenen Landes dar. Entwicklungsländer wie Südafrika trifft eine solche Entwicklung aber noch wesentlich härter: Die ohnehin raren Leistungsträger werden durch die hohen Gehälter und den angenehmen und sicheren Lebensstil von Industrieländern angezogen und fehlen letztlich in der eigenen Volkswirtschaft.

Auf der der anderen Seite bedeutet der Zuzug von unausgebildeten Arbeitskräften aus den noch schlechter entwickelten und politisch unsichereren Staaten wie Zimbabwe oder Malawi eine weitere Verschärfung der Situation.

Doch es gibt auch das gegenteilige Phänomen zu beobachten: Die Filmbranche soll hier als Beispiel für einen Wirtschaftszweig dienen, der gut ausgebildetes Personal im Lande hält und ausländisches (Human-)Kapital anzieht.

Zu klären ist im Folgenden, wie sich das Phänomen des Brain Drain und Brain Drain darstellt, wie es sich auswirkt und wie die Perspektive für Gesamtafrika ist.Brain Drain

Obgleich der Begriff „Brain Drain“ vor allem in der aktuellen Diskussion um die Abwanderung europäischer Wissenschaftler in die USA Bekanntheit erlangte, wurde das durch ihn beschriebene Phänomen zuvorderst unterentwickelten Volkswirtschaften zugeschrieben. Diese leiden, da sie „ […] durch den Verlust ausgebildeter Fach- und Führungskräfte an hochentwickelte Industrieländer einer wesentlichen Entwicklungsgrundlage beraubt werden, da der Aufbau wissenschaftl. Und technolog. Kapazitäten zur industriellen Entwicklung durch den Mangel an geeignetem Personal erschwert wird.“ (Brockhaus, 1987)

“Economic theory has emphasized that diffences in the educational levels of the population are an important part of the answer [Frage: Warum gibt es reiche und arme Länder?] and that improved schooling opportunities should raise incomes in developing countries. Yet, while there is little doubt that highly educated workers in many developing countries are scarce, it is also true that many scientists, engineers, physicians, and other professionals work in Canada, the United States and Western Europe. This phenomenon, often referred to as the “brain drain”, was noticed as early as the 1960s and has been a contentious issue in the North-South debate ever since.” (Carrington / Detragiache, 1999)

Südafrika ist auf dem afrikanischen Kontinent ein Spezialfall, denn „immerhin ist das BIP [Bruttoinlandsprodukt] Südafrikas trotz aller […] Schwächen seiner Volkswirtschaft eineinhalbmal so groß wie dass der 18 PTA [„Preferential Trade Area for Eastern and Southern Africa“] Staaten.“ (von der Ropp, 1993) Die folgliche Gefahr einer wirtschaftlichen Domianz ist auch Grund dafür, dass Südafrika weder Mitglied der PTA war, noch der seit Dezember 1994 existierenden Nachfolge Vereinigung mit dem Namen „Common Market for Eastern and Southern Africa“ (COMESA) ist. (nach von der Ropp, 1993)

Im afrikanischen Vergleich groß, stellt sich die Wirtschaft Südafrikas im internationalen Vergleich als nicht größer als Polen und Thailand heraus. Die Löhne liegen ungefähr auf dem Niveau von Argentinien. (nach Roche, 2001) Und genau hier liegt die Quelle des „Brain Drains“ – Die akademische Ausbildung der Südafrikaner hat international einen guten Ruf (nach Mayer, 2001) und die Löhne im eigenen Land sind schlecht. Hinzu kommen Push-Faktoren wie „die horrende Kriminalität im Land, Angst vor einer weiteren Verschlechterung des Gesundheitssystems, Sorge um die Ausbildung der Kinder und die eigenen beruflichen Perspektiven.“ (Mayer, 2001)

Daneben und neben den hohen Löhnen in den Industrieländern gibt es Pull-Faktoren, wie gezielte Anwerbung beispielsweise von Ländern wie Kanada:

„In 1998, the provincial goverment of Alberta, Canada developed a proactive strategy to deal with the growing shortage of family doctors in rural communities of the province. The government’s health ministry retained a private immigration agency to recruit South African doctors. The agency launched a recruiting drive in South Africa with lavish dinners and slick presentations for interested physicians. A chartered jet flew 44 physicians and their families to Canada for a weekend at Lake Louise, one of Canada’s premier tourist resorts. The physicians then dispersed to spend some time in the communities, where they were feted and offered considerable financial induicement to come. All subsequently, decamped to Alberta, along with another 40 who emigrated under the same program without taking advantage of the recruiter’s largess.“ (Crush, 2002)

Der Vorteil für Länder wie Kanada liegt auf der Hand – Für den Staat ist es billiger, Ärzte in einem Afrikanischen Land anzuwerben, als selbst welche auszubilden:

„The estimated cost of the training a South African doctor is $150,000. The Government spent a mere $1.2 million on the recruiting scheme, providing a $10.4 million net gain of medical expertise at South African expense.“ (Crush, 2002)

Von Südafrikas 40 Millionen Einwohnern gelten nur 1,6 Millionen als gut ausgebildet (nach Mayer, 2001). Wenn man dazu in Relation setzt, „dass sich allein in Großbritannien, den USA, Australien, Kanada und Neuseeland bereits über 300000 Südafrikaner dauerhaft niedergelassen haben“ (Mayer, 2001), wird ermessbar, wie groß der Effekt für die südafrikanische Wirtschaft ist.

Neben dem medizinischen Sektor leiden vor allem die Finanz- und die Informationstechnologiebranche. (nach Euromoney, 2000) „Doctors, nurses, engineers, teachers journalists are all seeking to sell their skills for a higher wage and a safer life outside the volatile, and crime-ridden leader of sub-Saharan Africa.“ (Euromoney, 2000) Und selbst die Menschen, die noch in Südafrika verblieben sind, äussern sich unzufrieden mit dem eigenen Land: „In einer Umfrage der Sonntagszeitung »Sunday Times« erklären 74 Prozent der Befragten, auswandern zu wollen. 60 Prozent davon sind Führungs- oder Fachkräfte, 20 Prozent selbstständige Unternehmer.“ (Mayer, 2001)

Während der Mangel an Fachkräften unter Medizinern durch erhebliche Mehrarbeit aufgefangen werden kann, sorgt er in anderen Branchen für steigende Löhne, die wiederum die Wettbwerbsfähigkeit Südafrikas einschränken: „Höhere Arbeitslöhne bei geringerer Produktivität aber sind Gift für die eh schon lädierte Wettbewerbsfähigkeit Südafrikas.“ (Mayer, 2001) So „[…] stimmen die Rahmenbedingungen nur für technologieintensive, nicht aber für arbeitsintensive Investitionen.“ (von der Ropp, 2003)

Für technologieintensive Branchen wiederum benötigt man qualifizierte Kräfte – ein Teufelskreis. Johann Burden, Personalchef bei PQ Africa schätzt die Lage entsprechend ein: „Die größte Bedrohung ist, dass wir unsere Kunden nicht mehr vernünftig bedienen können“. (Mayer, 2001)

Parallel zur Abwanderung der Fachkräfte gibt es einen Zuzug von unqualifizierten Migranten aus dem restlichen Afrika, welcher das mathematische Verhältnis von Qualifizierten zu Unqualifizierten negativ beeinflusst. Um aber nicht in den Verdacht einer Fortführung der rassistischen Immigrationsbestimmungen aus der Apartheit zu kommen, kann die Regierung bis dato relativ wenig an diesem Prozess ändern.

Ein weiterer historisch bedingter Grund für den Brain Drain führte zur Abwanderung vor allem weißer Fachkräfte: „Seit dem Ende [der Apartheit] 1994 praktizierte die Regierung Mandela im öffentlichen Dienst eine Politik der ‚affirmative action‘, d.h. eine deutliche Bevorzugung von Opfern der Apartheit bei der Besetzung von Stellen im Staatsdienst wie auch der Beförderung von Staatsbediensteten. In der Praxis bedeutete das, dass mehr oder weniger alle führenden Staatsangestellten und viele der unteren und mittleren Ebene, wenn auch nach Zahlung durchaus angemessener Abfindungen, entlassen und durch von der Ausbildung und von der beruflichen Erfahrung her wenig geeignete schwarze Südafrikaner ersetzt wurden. Dieser politisch wohl nicht zu vermeidene Einschnitt führte jedoch zu einem dramatischen Rückgang der Leistungsfähigkeit von Polizei, Zollverwaltung, Einwanderungskontrolle, staatlichem Gesundheits- und Ausbildungswesen, der Streitkräfte usw. Außerdem ist das heutige Südafrika noch korrupter als das alte. […] Die von der Regierung des seit 1999 amtierenden Staatspräsidenten Thabo Mbeki angestrabte ‚Afrikanisierung‘ der modernen Sektoren der Volkswirtschaft, so steht zu befürchten, wird die Abwanderung von in- und ausländischen Experten und die Flucht südafrikanischen Kapitals vorantreiben.“ (von der Ropp, 2003)

Für die südafrikanische Regierung gibt es als Reaktion zwei Alternativen: „Die Behörden versuchen, den Exodus mit Auflagen zu stoppen – und erreichen damit nur noch mehr Frust.“ (Mayer, 2001) Oder das Bleiben im Land muss attraktiver werden. Das geht zum Beispiel auch, wenn man die Bevölkerung über die negativen Seiten des Lebens im Ausland aufklärt. Denn zum Beispiel „[…] doctor migrant will find that, medically speaking, the grass is the same shade of green on both sides of the fence. The real difference is in the quality of life and living.“ (Nevin, 2003) – Wer sich also als Arzt einen einfacheren Job erhofft, ist in Australien nicht besser aufgehoben als in Südafrika.

Sollte der Brain Drain in den Zukunftsbranchen und der öffentlichen Versorgung weiter anhalten, wird Südafrika vor ein Problem gestellt, dass es vermutlich aus eigener Kraft nicht zu lösen fähig ist.

Brain Gain

Trotz aller Widrigkeiten gibt der südafrikanische Staat für die Bildung einen dreimal größeren Anteil vom Bruttoinlandsprodukt als China aus (nach Roche, 2001). Dass diese Ausgaben nötig sind wird unterstützt von der Einschätzung Klaus von der Ropps: „Das Ausbildungsniveau der übergroßen schwarzen Mehrheit war [zum Ende der Apartheit] miserabel, ungleich schlechter als etwa in Simbabwe.“ (von der Ropp, 2003) Die schwarze Bevölkerung hat einiges aufzuholen: „Bis in die 80er Jahre hinein durfte außerhalb der ländlichen Ghettos (homelands) ein schwarzer Südafrikaner keine handwerkliche Lehre machen.“ (von der Ropp, 1993)

Da in der schwarzen Bevölkerung aber durchaus ein noch nicht erschlossenes Potential für das Land liegt, gibt man sich seit einiger Zeit Mühe, talentierten Schwarzen ein Studium zu ermöglichen, auch wenn sie nicht über das Geld oder die schulischen Abschlüsse verfügen. Angestrebt ist ein nationales „Brain Gain“ – ein Anstieg des Anteils der wohlausgebildeten Bevölkerungsanteile, auch um die Effekte des „Brain-Drain“ aufzufangen. Als Beispiel für dieserart Bestrebungen sei das UNIFY-Programm erwähnen, das gedacht ist für „specifically for disadvantaged students from previously black-only educational systems.“ (Flier e.a., 2003)

Eine große Chance für benachteiligte Schwarze bietet der „CIDA City Campus“ – Die erste Universität der Welt, die nur armen Studenten offen steht. Hier kostet ein Studienplatz nur ein Zwanzigstel dessen, was er in anderen Entwicklungsländern und ein Hundertstel dessen, was er in Industrieländern kostet. Die Hochschule kümmert sich darum, dass die Studenten Nebenjobs bekommen, die ihnen nicht nur das Studium finanzieren, sondern auch Arbeitspraxis vermitteln. Kosten werden vor allem durch den Einsatz modernster Technik eingespart – nur ein Dozent unterrichtet einen gesamten Jahrgang – über Fernseher werden die Veranstaltungen in mehrere Räumen übertragen. Nicht nur, dass bisher nur 8% der jungen Südafrikaner nach dem Abitur studierten, während in den USA 80% studieren, es schlossen von diesen 8% nur 10% ihr Studium an einer konventionellen Universität ab. Die meisten können sich die Ausbildung irgendwann nicht mehr leisten. (nach Dieterich, 2003) Taddy Blecher, Gründer der CIDA sieht über die Grenzen Südafrikas hinaus Chancen für seine Idee: „Unser Konzept ist ein Modell, das in allen Entwicklungsländern verwirklicht werden kann.“ (Dieterich, 2003) Und Südafrikas Präsident Mbeki gibt politische Rückendeckung: „The education offered is designed to make students relevant, truly empowered, integrated citizens and leaders that are skilled and equipped to build the South African economy and society.“ (www.cida.co.za, 2005)

Eine ebenso interessante wie hoffnungsstiftende Entwicklung zeigt sich in der Filmbranche: Angezogen vom stabilen, schönen Wetter, von niedrigen Lohnkosten, professioneller Ausstattung und Stadtteilen, die leicht als europäische oder nordamerikanische Stadt herhalten können, werden nach immer Werbefilmen nun auch ganze Spielfilme in Südafrika produziert. (nach Economist, 2004 und African Business, 2002)

Induziert durch die Arbeiten ausländischer Produzenten, gründen sich gerade in und um Kapstadt Firmen, die Dienstleistungen für diesen Bereich anbieten.

So zum Beispiel die Firma „Film Event Management“, die seit 2001 eine zentrale Anlaufstelle für Filmschaffende in Südafrika aufbaut:

„Film Event Management was founded in 2001 with the vision of forming a central resource from which to consolidate the South African film market.

The company strives to unite film and organizational entities and to create combined branding opportunities for South Africa through consolidation of information and marketing initiatives.

We also play as active a role as possible in facilitating change in our land, ensuring future work prospects in film for previously disadvantaged South Africans.“ (Englisch-Brower, 2005)

„Film Event Management“ bringt den „Filmmaker’s Guide to South Africa“ heraus, der interessierten Ausländern, die Vorzüge des Landes darstellt und über eine Datenbank im Internet (http://www.filmmakersguide.co.za) den Kontakt zu ortsansässigen Firmen ermöglicht.

Gefördert wird diese Entwicklung in der Filmbranche auch vom Staat. Dieser verspricht sich positive Impulse für die Tourismusbranche, wenn in den Kino rund um die Welt die Schönheit der südafrikanischen Natur und die Vielfältigkeit der Städte zu sehen ist. So werden Filme aus Südafrika von den eigenen Botschaften im Ausland beworben. (nach Economist, 2004)

In einer weiteren Phase will die lokale Filmbranche nicht mehr nur die Kulisse für internationale Filme stellen, sondern selbst aktiv werden. So hat die „National Film & Video Foundation“ (NFVF, http://www.nfvf.co.za) Anfang Dezember 2004 eine „Value Charter“ mit dem Ziel der Förderung der nationalen Filmbranche veröffentlich: „Of critical importance to the development of the film industry was the launch of the Value Charter which took place on 2nd December 2004. The launch was part of a much broader marketing campaign where the NFVF aims to communicate with the public and government, highlighting our role and programmes that will follow in the near future. This is a document that outlines our future plans in an effort to build an economically viable industry. The Value Charter contains various programmes that are aimed at positioning the local film industry at a global level, developing local content and audiences, developing infrastructure and facilities, and stimulating demand for local film product.“ (http://www.nfvf.co.za, 2005)

Ein Problem auf diesem Weg, dürfte das schleppende Interesse der Südafrikaner am Kino werden: „The only hindrance is a feeble domestic market. Black South Africans, especially, are not keen movie goers, perhaps because there are few cinemas in the townships where many live. Even rich whites are hard to entice.“ (Economist, 2004) Ob die Branche jedoch auf Dauer nicht die selben Probleme bekommt, wie Finanzwesen, IT, Medizin usw., dass die besten Leute für höhere Gehälter ins Ausland gehen und damit den Erfolg der Branche zunichte machen könnten, lässt sich auf Basis der vorliegenden Daten nicht erkennen.

Effekte für den gesamten Kontinent

Die Herausforderungen, wie sie exemplarisch für Südafrika dargelegt wurden, bestehen natürlich auch für das restliche Afrika. Die oft wenigen Fachkräfte stellen einen Großteil der Emigranten in kleineren afrikanischen Ländern (nach Carrington und Detragiache, 1999). Insgesamt verliert der Kontinent jedes Jahr 20.000 qualifizierte Arbeitskräfte (nach African Business, 2000).

Allein mehr als 21.000 Ärzte aus Nigeria sind in die USA emigriert und ein Land wie Ghana hat in den 1980er Jahren 60% seiner Ärzte ins ausland verloren. Für jede Fachkraft in Afrika ist ein Kollege ausgewandert. (nach ANC Information Service, 2000)

Joseph Ngu von der UN Economic Commision erklärt auf einer Konferenz in Addis Abeba „We have to turn the net loss of skilled professionals into a net gain if we are not to be even further marginalised [..] We have two choices, to do nothing and see ourselves completely marginalised, or to adopt concrete measures to create an environment which African professionals will not want to leave.“ (ANC Information Service, 2000)

Vor allem treiben wirtschaftliche Schwierigkeiten, politische Instabilität und der schlechte Zustand der Menschenrechte in vielen afrikanischen Staaten die Fachkräfte aus dem Land. Die Probleme sind folglich in vielen afrikanischen Ländern viel drückender als in Südafrika, welches sich alle Mühe gibt, den politischen Ausgleich zu finden und über eine relativ starke Wirtschaft verfügt.

Fazit

Ein Land wie Südafrika, mit seiner reichen Ausstattung an natürlichen Ressourcen, einem hohen Engagement im Bildungssektor und der politischen Stabilität westlicher Länder, hat durchaus die Chance sich selbst zu helfen, den Brain Drain in einen Brain Gain zu verwandeln und die so die eigene Wirtschaft zu stärken.

Problematischer ist Lage in Ländern, die von politischen Unruhen und natürlicher Armut gezeichnet sind. Freiwillig verlässt kaum jemand seine Heimat – erst unerträgliche Umstände und die Verlockungen der Ferne lassen einen Afrikanischen Arzt nach Nordamerika oder Europa auswandern.

Das Problem des Brain Drain ist also nicht nur ein gesamtafrikanisches, sondern auch ein gesamtpolitisches – erst wenn die diversen internen Zwistigkeiten beigelegt sind, ist der Weg zum wirtschaftlichen Aufstieg offen. Afrika kann nicht auf die moralische Selbstverpflichtung der Industrieländer hoffen – eine Selbstbeschränkung bei der Abwerbung von afrikansischen Fachkräften ist nicht zu erwarten. Afrika muss selbst die Voraussetzungen schaffen, die ihre Spezialisten auf dem Kontinent halten.

Literatur

Brockhaus, F.A. (Hrsg.) – „Brain-Drain“ in: Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden, 19. Aufl. – Verlag F.A. Brockhaus Leipzig, Mannheim (1987)

Burger, D. – “South Africa Yearbook 2003/2004” Onlineversion: http://www.gcis.gov.za (1.2.2005, 16:50)

Carrington, W.J. und Detragiache, E. – „How Extensive is the Brain Drain?“ in: Finance & Development (June/1999)

Crush, J. – „The Global Raiders: Nationalism, Globalization and the South African Brain Drain“, Journal of International Affairs“ (Fall/2002)

Dieterich, J. – “Das schwarze Wunder” in: brand eins (03/2004) brand eins Verlag GmbH & Co. OHG, Hamburg

Dieterich, J. – „Konzentration auf das Wesentliche“ in: brand eins (05/2003) brand eins Verlag GmbH & Co. OHG, Hamburg

van der Flier, H., Thijs, G., Zaainman, H. – “Selecting students for a South African mathmatics and science foundation programme: the effectiveness and fairness of school-leaving examinations and aptitude tests” in: International Journal of Educational Development (July/2003)

Gaidzandwa, Rudo – “Voting with their feet: Migrant Zimbabwean nurses and doctors in the era of structural adjustment” in: Research Report, No. 111 Uppsala: Nordic Africa Institute, Transaction, Somerset / N.J. (1999)

Mayer, A. – “Kap ohne Hoffnung” in: brand eins (03/2001) brand eins Verlag GmbH & Co. OHG, Hamburg

Nevin, T. – „SA attemps to halt medical brain-drain“ in: African Business (May/2003)

Roche, D. – „South Africa: A Rising Star“ in: Euromoney (May/2001)

von der Ropp, K. – “Südafrika im zeichen des ‚Ausbruchs von Frieden’” in: “Südafrikas dorniger Weg auf der Suche nach Frieden”, Nomos Verlagsgesellschaft, Baden-Baden (2000)

von der Ropp, K. – “Das südliche Afrika – Umbruch, Aufbruch, Zusammenbruch? Ansichten eines Dissidenten” in: Sicherheit und Freiheit, Festschrift für Wilfried von Bredow (2003)

von der Ropp, K. – “Perspektiven der unvollendeten Revolution in Südafrika” in: Weltordnung oder Chaos, Festschrift für Dr. Klaus Ritter (1993)

k.A. – “Lawyers Resist South Africa’s Brain-Drain” in: Euromoney (June/2000)

k.A. – “After Charlize” in: Economist (3/6/2004)

k.A. – Lights, Camera… Action: South Africa’s booming film industry” in: African Business (November/2002)

Internetquellen:

English-Brower, K. – http://www.filmevent.co.za (25.1.2005, 14:30)

Mbalo, E. – http://www.nfvf.co.za (26.1.2005, 16:30)

Blecher, T. – http://www.cida.co.za (1.2.2005, 17:05)

ANC Information Services – „ANC Daily News Briefing, Wednesday 23 February 2000“, http://www.anc.org.za/…/news0223.txt (2.2.2005)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Möchtest Du per E-Mail benachrichtigt werden, wenn Dir hier jemand antwortet?