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sijole / photocase.com

Freie TemplatesSich mit fremden Unterhosen schmücken...

Mittwoch, 04. August 2010

Es gibt eine Menge freier Web-​Templates im Inter­net — Vor­la­gen von mehr oder weni­ger begab­ten Web­de­si­gnern, die ihre Arbeit kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­len. Zum Teil sind das schon fer­tige The­mes für Word­press, Dru­pal, Zikula oder Joomla, zum Teil ist das schlichtes HTML und CSS, das man sich selbst zurecht bauen kann, damit es zum CMS passt. Ich habe mit so einem Tem­plate gerade mal wie­der meine Erfah­run­gen gemacht und ich möchte von der Nut­zung abraten.

Auf der Suche nach Inspi­ra­tion bin ich über das kos­ten­lose Wordpress-​Theme „The Morning After“ gestol­pert. „Das könnte zum För­de­flüs­te­rer pas­sen,“ dachte ich mir, und begann an einer Umset­zung für unser CMS zu bauen. 

So eine Umset­zung ist keine große Sache. In 5 Minu­ten hat man eine funk­tio­nie­rende Ver­sion, 10 Minu­ten spä­ter eine, die dem Ori­gi­nal lang­sam ähnlich sieht und nach ner hal­ben Stunde läuft es. Zumin­dest theo­re­tisch. Denn nach ner hal­ben Stun­den lau­fen die 80% bei denen jeder auf den ers­ten Blick sagen würde: „Wie das Ori­gi­nal.“ Doch dann kom­men die Details und in denen steckt der Teufel.

Das Fri­ckeln beginnt… 

The Morning After“ ist CSS–mäßig recht gut gemacht. Man könnte es sogar über­sicht­lich nen­nen. Der gesamte Auf­bau steckt in einem CSS und die For­ma­tie­run­gen in einem zwei­ten und mit Fire­bug fin­det man sowie alles recht schnell. Doch dann stoße ich auf komi­sche Anord­nun­gen und ich frage mich, warum ein bestimm­tes DIV über­haupt dort erschei­nen kann, wo es gerade ist. Es ver­hält sich nicht ganz rich­tig, nach­dem das CMS dort Inhalte anzeigt. Die Inhalte haben im alten Lay­out keine Pro­bleme gemacht. Des­we­gen müsste es am Lay­out liegen. 

Und dann steige ich tie­fer und tie­fer in die Logik eines frem­den CSS ein und mir fällt ein Ver­gleich ein:

Die warme Unter­hose von jemand ande­rem tra­gen: es erfüllt sei­nen Zweck — man ist beklei­det. Doch es fühlt sich komisch und falsch an.“

Kurz vor dem Ver­zwei­feln bin ich fast so weit, dass ich das CSS weg­schmeiße und das gesamte Lay­out mit „mei­nem“ CSS-​Framework nach­baue. Dann weiß ich jeden­falls was wie funk­tio­niert und wie ich mit den Macken umgehe.

Dann fällt mir ein klei­ner Feh­ler an ande­rer Stelle auf und kaum ist der kor­ri­giert, läuft alles wie geschmiert. Ver­steht mich nicht falsch: Woo­The­mes hat einen guten Job bei HTML und CSS gemacht und wenn man das Theme nimmt, wie es ist und es mit Word­press nutzt, wie es gedacht ist, wird man auch keine Pro­bleme haben. Bei uns läuft es jetzt ja auch. Doch der Gedanke bleibt: Beim nächs­ten Mal nehme ich so ein Lay­out nur als Inspi­ra­tion und baue es selbst nach. Dann kenn ich jeden­falls jedes Stück HTML und jede CSS–Anwei­sung, weil ich sie selbst geschrie­ben habe.

Foto: sijole /​pho​to​case​.com

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