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Kiel, Ravensberg | Bild: OpenStreetMap Lizenz: CC-BY-SA

Freie KartenOpenStreetMap erreicht den Mainstream

Dienstag, 03. August 2010

Nach AOL enga­giert sich jetzt auch Micro­soft bei dem freien Geodaten-​Projekt Open­Street­Map: Bereits Anfang Juli prä­sen­tierte AOL die neue Ver­sion sei­nes Google Maps Kon­kur­ren­ten MapQuest — basie­rend auf den freien Geo­da­ten von Open­Street­Map. Nun zieht Mir­co­soft nach und ergänzt den Kar­ten­ser­vice sei­ner Such­ma­schine „Bing“ um einen OpenStreetMap-​Layer.

Im Jahr 2004 star­tete das Pro­jekt „Open­Street­Map“ damit Geo­da­ten zu sam­meln und dar­aus Kar­ten zu erzeu­gen. Nach dem Prin­zip von Wiki­pe­dia kann jeder ange­mel­dete Benut­zer Daten ein­rei­chen, anle­gen und verändern.

Der Vor­teil freier Geo­da­ten gegen­über den kos­ten­lo­sen Kar­ten liegt vor allem darin, dass jeder aus den Daten das her­aus­ho­len kann, was er benö­tigt. Die Karte, die man unter www​.open​street​map​.com benut­zen kann, ist nur eine Mög­lich­keit. Der AOL Ser­vice MapQuest zeigt, wie die sel­ben Daten mit einer ande­ren Soft­ware völ­lig anders aus­se­hen können.

Mitt­ler­weile hat sich eine eigene Com­mu­nity rund um Open­Street­Map gebil­det, die an wei­te­ren Anwen­dungs­mög­lich­kei­ten arbei­tet: Ob freie See­karte oder Fahrrad-​Routing-​Software - es gibt nichts, an dem noch nicht gear­bei­tet wird. Das meiste davon sind Pro­jekte von Hob­by­is­ten. Doch offen­bar erken­nen jetzt auch die Gro­ßen die Vorteile.

Bis zum Start von Google Maps war AOLs Kar­ten­ser­vice MapQuest der Inbe­griff der Online-​Karte. Doch die ein­fa­che Bedien­bar­keit und die glo­bale Ver­füg­bar­keit von Google Maps führte zum Nie­der­gang. Jetzt führt MapQuest Open­Street­Map als Kar­ten­grund­lage ein und AOL nutzt es in sei­nem Hyper-​Local-​News Ange­bot „Patch“.

Gerade zu Inhal­ten, die davon leben, dass sie kon­kret eine bestimmte Nach­bar­schaft betrifft, pas­sen die Kar­ten, die von den Bewoh­nern die­ser Nach­bar­schaft erstellt wur­den. Open­Street­Map kann schnell auf Ver­än­de­run­gen vor Ort rea­gie­ren und kann damit aktu­el­ler sein, als kom­mer­zi­elle Dienste.

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Bild: „Kiel, Ravens­berg“ Open­Street­Map Lizenz: CC-​BY-​SA

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