All diese Vignette-, Retro-, HDR und Schwarz/Weiß-Effekte über Alltagsfotos, all die verschobenen Farben und überdrehten Kontraste — ich kann sie nicht mehr sehen. Und ich möchte gar nicht wissen, wie vollgemüllt das Internet wird, wenn erst jeder so ein Telefon hat und jeder immer und überall alles knipsen und optisch verdrehen kann.
Ein Beispiel für den Trend zur hyperästhetisierten Scheiß-Fotografie gibt der Mashable-Artikel zum Thema „Why Fashion Photographers Are Flocking to Instagram.“
Die Frage ist, wie eine wahrhafte Fotografie heute aussehen kann. Man kann ja nicht einmal zu den Wurzeln zurückkehren — ein körniges Schwarz/Bild kann man ja auch locker mit dem iPhone machen… Machen sich richtige Fotografen eigentlich Gedanken über so etwas? Oder fotografieren die einfach nur noch Hochzeiten?
Foto: Selbstversuch






15. Okt 2011
Also ich finde man erkennt wahrhafte Fotografie (im Gegensatz zum „mal eben schnell ablichten, für die *lulz*“) zumeist daran, dass das Bild tiefer ist. Also man merkt, dass der Blickwinkel und auch wo etwas bewusst vom Bild abgeschnitten wurde, wie die Bildaufteilung ist und ob man das Bild länger anschauen kann und immer wieder neue Details entdeckt oder sich an der Komposition erfreuen kann.
Dahingegen zeigen die meisten „einfach gemachten“ Bilder hauptsächlich das Objekt, weswegen das Bild gemacht wurde, und sobald man das Bild gesehen hat und sich denkt „Achja, achso, darum gehts. Naja.“ hat es kaum noch Reiz.
15. Okt 2011
Ich finde die Schnappschüsse echt zum spucken! Außerdem gibts noch diese Erinnerungsfotografierer. Naja ich fotografiere des Bildes wegen.
Ich glaube echte Kunst drückt sich nicht durch Filter etc. aus sondern durchs arangieren, man denke ande goldenen Schnitt!
Nicht zuvergessen die Leute die mit dem Computer fotografieren wenn ihr wisst was ich meine.