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Flickr Commons

Web-EntwicklungDie Industrialisierung kommt

Donnerstag, 06. Oktober 2011

Das Inter­net ver­än­dert sich. Auch wenn das Netz stän­dig wächst — Anbie­ter wie Face­book oder Google gewin­nen immer mehr Gra­vi­ta­tion und bin­den Auf­merk­sam­keit an sich. Für Vie­les muss man heute keine eigene Web­site mehr betrei­ben und gerade Com­mu­nities las­sen sich oft ein­fach bei beste­hen­den Social Net­works oder zumin­dest in Anbin­dung an Social Net­works orga­ni­sie­ren. Eine logi­sche Entwicklung.

Frü­her gab es in jedem Ort einen Schu­ma­cher, der für Leute, die sich das leis­ten konn­ten, indi­vi­du­ell Schuhe her­ge­stellt hat. Nicht jeder konnte sich das leis­ten. Dann kam die Indus­tri­elle Revo­lu­tion. In gro­ßen Fabri­ken wer­den tau­sende von Schu­hen bil­lig her­ge­stellt. Und jeder kann sich viele Paare Schuhe leisten.

Heute haben wir noch viele, kleine Internet-​Klitschen in der Welt, die für die­je­ni­gen, die sich das leis­ten kön­nen, indi­vi­du­ell Inter­net­sei­ten erstel­len. Wir sehen heute schon Bands, die aus­schließ­lich bei MyS­pace sind. Die kön­nen sich nichts ande­res leis­ten und für die reicht das: Ein paar MP3s, Tour­da­ten, News, Fotos und die Leute kön­nen schrei­ben, dass es ihnen gefällt. Selbst wenn MyS­pace als Com­mu­nity heute nicht mehr der Kra­cher ist: Jede Band kann heute bei MyS­pace eine ordent­li­che Web­seite haben. Wenn die dann mal Stars und reich wer­den, las­sen die sich eine indi­vi­du­elle Web­site und hand­ge­machte Schuhe herstellen.

Wir sehen heute auch Fir­men, die für bestimmte Aktio­nen gar keine Web­seite mehr eröff­nen und aus­schließ­lich bei Face­book sind. Das reicht, wenn man Inter­ak­tion mit den Kun­den haben will. Wir sehen Leute, die ihre eigene Home­page bei jimdo​.com erstel­len kön­nen. Und die sehen ganz okay aus — auch wenn man keine Ahnung vom Inter­net hat.

Wer nicht will, dass alles sich um die Pla­ne­ten Google und Face­book dreht, sollte zuse­hen, die freien Alter­na­ti­ven zu nut­zen. Ich hatte vor eini­ger Zeit schon ein­mal dar­über geb­loggt, dass Ubuntu One Dia­spora anbin­den sollte. Jeder Ubuntu One Benut­zer hätte dann auch einen Account bei dem freien Social Net­work. Auch Open Source Pro­jekte sollte ver­su­chen, die eigene Benutzer-​Verwaltung soweit wie mög­lich an Dia­spora oder Sta­tus­Net anzu­schlie­ßen.

Foto: Flickr Com­mons

Kommentare

  • gravatar
    lightonflux

    07. Okt 2011

    „dass Ubuntu One Dis­pora anbin­den sollte”

    RECHT­SCHREI­BUNG!

    (dies war eine dezente Mit­tei­lung, prä­sen­tiert von GNU-​Commercials)

    ornament
  • gravatar
    Steffen Voß

    07. Okt 2011

    „Knie­tief im Dispo“ ;-)

    ornament

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