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Ubuntu 11.10Das traumhafte Ozelot ist los

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Seit heute ist Ubuntu 11.10 Onei­ric Oce­lot ver­füg­bar. Ein gan­zer Sack voll fri­scher, freier Soft­ware in einer wun­der­schö­nen Ver­pa­ckung. Ich hab mir zwar beim letz­ten Update vor­ge­nom­men, erst zum offi­zi­el­len Ter­min zu aktua­li­sie­ren — ich konnte es aber wie­der nicht abwar­ten und musste mir schon letzte Woche den Release Kan­di­da­ten instal­lie­ren. Ein paar Tage Erfah­rung habe ich also schon.

2007 bin ich kom­plett auf Ubuntu umge­stie­gen. Schon damals war Ubuntu ein gut funk­tio­nie­ren­des Betriebs­sys­tem, mit dem sich im Web-​Entwickler-​Alltag gut und effi­zi­ent arbei­ten ließ. Inzwi­schen wird Ubuntu immer erwach­se­ner: Die Pro­gramme arbei­ten immer bes­ser zusam­men. Und all das, was ein Betriebs­sys­tem aus­macht wird immer bes­ser inte­griert. Noch in der letz­ten Ver­sion vom April waren viele Sys­tem­ein­stel­lun­gen erkenn­bar ein­zelne Pro­gramme, die nur durch dadurch zusam­men­ge­hal­ten wur­den, dass sie im glei­chen Ver­zeich­nis lagen. Jetzt gibt es einen Menü­punkt, hin­ter dem sich all diese Funk­tio­nen im ein­heit­li­chen Design verbergen.

Diese neue Stärke ist natür­lich für Hardcore-​Linux-​Fans ein Graus: Ein­zelne Kom­po­nen­ten las­sen sich nicht mehr so leicht aus­tau­schen wie frü­her. Für den nor­ma­len Anwen­der, wie mich, ist das kein Minuspunkt.

Zusam­men mit der Instal­la­tion auf 11.10 bin ich auch wie­der auf die neue Ober­flä­che „Unity“ umge­stie­gen. Die hat nur noch wenig mit dem zu tun, was ich seit 15 Jah­ren von Win­dows kenne. Es gibt kein Start­menü, in dem alle Pro­gramme zu fin­den sind und es gibt keine Tas­kleiste mehr. Statt­des­sen gibt es den Laun­cher. Einer Leiste an der lin­ken Seite, in der große Icons für die gän­gigs­ten Pro­gramme lie­gen. Dahin sollte man auch legen, was man sonst noch häu­fig braucht. Denn um andere Pro­gramme zu star­ten, muss man sonst per Icon oder Super-​Taste das Dash­board star­ten und dort den Namen des gesuch­ten Pro­gramms eintippen.

In der Pra­xis rei­chen aber mir einige wenige Pro­gramme im Laun­cher. Der Laun­cher ist dann auch die Tas­kleiste. Die Icons wer­den dort mit einem klei­nen Pfeil mar­kiert, wenn das Pro­gramm schon läuft. Hier ist noch nicht ganz durch­dacht, wie man mit dem Laun­cher als Tas­kleiste umgeht. Die Fens­ter wer­den so immer grup­piert. Man muss das Icon dop­pelt ankli­cken, um alle Fens­ter eines Pro­gramms in der Über­sicht zu sehen und dann das gesuchte Fens­ter ankli­cken. Ner­vig ist das zum Bei­spiel bei Thun­der­bird, wo man zum Schrei­ben von Mails immer zwei Fens­ter offen hat. Wenn man dann mal zwecks Recher­che in den Brow­ser umschal­tet, muss man so immer rela­tiv auf­wen­dig das Mail-​Fenster wie­der suchen.

Ein ande­ren Pro­blem ergibt sich, wenn ich eine Datei an eine Mail anhän­gen will. Bei der alten Gnome-​Taskleiste konnte ich die Datei im Datei­brow­ser aus­wäh­len, auf die Tas­kleiste und den Thunderbird-​Task zie­hen um die Datei dann in dem Mail fal­len zu las­sen. Das scheint mit Unity zur Zeit nicht rich­tig zu funk­tio­nie­ren. Ein­mal hat das geklappt. repro­du­zie­ren konnte ich das aber nicht.

Das Dash­board ist bis­her vor allem eine gute Idee. Dort kann man neben Pro­gram­men auch noch nicht instal­lierte Pro­gramme aus dem Software-​Center, Doku­mente und Musik suchen. Es rea­giert aber noch nicht immer, wie man das erwar­tet. Da steckt noch ein wenig Arbeit drin.

Ins­ge­samt macht Onei­ric Oce­lot einen sehr schö­nen Ein­druck und das Arbei­ten macht echt Spaß. Es ist eine gute Idee, die Breite moder­ner Bild­schirme für den Laun­cher zu nut­zen. Und eine große Usability-​Verbesserung, dass die Menü­zei­len der Appli­ka­tio­nen jetzt immer am obe­ren Moni­tor­rand wie bei MacOS oder frü­her bei Atari hängen.

Wer noch nie Ubuntu aus­pro­biert hat, sollte sich mal die Online-​Tour anschauen oder eine Live–CD erstel­len und sich unver­bind­lich umschauen. Ubuntu instal­liert sich bei Gefal­len auch unpro­ble­ma­tisch neben beste­hen­dem Windows.

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Kommentare

  • Gast

    13. Okt 2011

    Moin,

    dem hab ich wenig hin­zu­zu­fü­gen, auch wenn ich 11.10 erst seit ges­tern nutze…

    Lei­der ist anschei­nend eine mei­ner Lieb­lings­funk­tio­nen weg­ge­fal­len.

    Wenn ich das Head­set ein­ge­steckt hatte und die Boxen aus­drehte ging sofort auf Head­set über, ohne dass ich irgend­was tat. Sel­bi­ges auch rück­wärts und trotz des ein­ge­steck­ten Head­sets wurde der Sound über die ein­ge­schal­te­ten Boxen über­tra­gen. Lei­der ist das jetzt wie bei Win­dows, näm­lich doof! :-/

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    Steffen Voß

    14. Okt 2011

    War das nicht vor­her auch so? Unter Win­dows 7 wer­den die Boxen aus­ge­schal­tet, wenn ich die Kopf­hö­rer ein­ste­cke. Da werde ich sogar gefragt, ob das pas­sie­ren soll. DAS wäre doch auch unter Ubuntu nett — ich wüsste sonst auch gar nicht, wo ich das getrennt aus­schalte (außer direkt an der Box)

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  • Gast

    11. Nov 2011

    ubuntu 11.10 ist ein abso­lu­ter schrott gewor­den, nix geht mehr, die kon­fi­gu­ra­tion von den sys­tem ein­stel­lun­gen im gnome sind kas­triert wor­den, nix geht mehr rich­tig, das Ganze ist ein abso­lu­tes SCHEISS-​System gewor­den, aber ein Blick auf Win­dows 8 lässt auch das wie eine schöne Blume aus­se­hen .….…… hab bald die Schnauze von Ubuntu voll.…GvB ein Gast ??????

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  • Gast

    20. Nov 2011

    Dat stimmt ubuntu 11.10 ist der totale schrottttttttttt!!!

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    Enrico

    23. Nov 2011

    hallo das ubuntu schrott ist kann ich nich sagen.nun gut halt ein kos­ten­lo­ses sys­tem das halt paar feh­ler hat.zum bei­spiel ist mir auf­ge­fal­len das oft die maus nich rich­tig ange­zeigt wird des wei­te­ren hab ich pro­bleme ins netz zu kom­men mit dem netz­werk pro­gramm als alter­na­tive setze ich ixconn ein.zum soft­ware­cen­ter sag ich auch gros­ser schrott weil auch wenn ich im netz mit ixconn bin kann ich nix installieren.das geht nur wenn die ver­bin­dung über dem netz­werk­ma­na­ger gelun­gen ist.diese pro­bleme hat­ten die vor­gän­ger ver­sio­nen nie gehabt ich hoffe ja das die 12.04 lts aus­ge­reif­ter ist ubuntu sel­ber ist nicht schlecht.

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  • Geo

    04. Dez 2011

    Der Gast vom 11.11.11 hat Recht 11.10 ist kas­triert. Jetzt ist das ein kin­di­sches Sys­tem, ohne Mög­lich­keit schnell in die Kon­fi­gu­ra­tion zu ändern. Task­leite weg, Gnome-​Tools weg, alles was gut war ist weg, Statt­des­sen Spie­le­rei mit Dash, was viel Kli­cken ver­langt. Ich sehe in dem Update keine Ver­bes­se­rung des Sys­tems. Ich hoffe, dass in der nächs­ten Ver­sion eini­ges (eigent­lich ganze Menge) nach­ge­holt wird /​wer­den muss.

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    Gast

    04. Jan 2012

    naja!
    optisch sehr anspre­chend, aller­dings sollte man nicht die funk­tio­na­li­tät dem design unter­ord­nen — anfangs begeis­tert, war ich bei län­ge­rer benut­zung doch eher frus­triert, vor allem der skype funzt nicht immer — die kon­takte sind mir aber wich­tig, trotz­dem als fan, werde ich wohl am lau­fen­den blei­ben — ohne win­dows aus­zu­kom­men wird aber doch nur ein traum blei­ben vor­erst — seit 2001 gibts win­dows xp und is immer noch ne alter­na­tive und auch verläßlicher…

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