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Grund­satz­pa­pierKern­kraft ist für die CDU Öko-​Energie

 
Atomkraft - Nicht schon wieder...

Donnerstag, 26. Juni 2008

Ich war Ende der 70er, Anfang der 80er noch zu jung für Anti-​Atomkraft-​Demos — eines aber habe ich damals in der Schule gelernt: Atom­kraft ist voll gefähr­lich, weil der Müll ewig rum­liegt. Die CDU fin­det das öko und wirt­schaft­lich — und will sie wie­der fördern.

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Müs­sen denn jetzt all die Argu­mente, die in den letz­ten 30 Jah­ren letzt­lich zum Aus­stieg aus der Atom­po­li­tik geführt haben, jetzt wie­der aus der Kla­mot­ten­kiste geholt wer­den, damit sich die CDU daran ­erin­nert, wel­chen Schwach­sinn sie da verzapft?

Wer ein­mal nach­le­sen möchte, wie die Gefah­ren der Atom­kraft der­zeit rela­ti­viert wer­den, sollte den Arti­kel „Die sie­ben Mythen von der bösen Atom­kraft“ bei Welt-​Online lesen:

  • Tscher­no­byl war auch nicht schlim­mer als andere große Industrieunfälle
  • Es gibt auch stark strah­lende natür­li­che Phänomene
  • Krebs kann man auch woan­ders bekommen
  • Uran gibt es doch unbegrenzt

Ich finde ja, dass jeder der sich für Atom­kraft ein­setzt dazu ver­pflich­tet wer­den sollte, dass er u­nd alle seine Nach­fah­ren für die nächs­ten 700 Mil­lio­nen Jahre auf den Uran-​Müll auf­pas­sen. Dann ist die Halb­werts­zeit des­ Urans ein­mal abge­lau­fen und es müsste nur noch jeder zweite Nach­fahre dar­auf auf­pas­sen — so lange, bis das Uran unge­fähr­lich ist.

In den letz­ten 30 Jah­ren hat das noch nicht so super geklappt. Aber wenn die CDU–Abge­ord­ne­ten sich per­sön­lich drum küm­mern, wird es bestimmt besser:

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Kommentare

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    Gast

    26. Jun 2008

    Ich finde es grund­sätz­lich eine schlechte Idee Mil­lio­nen in die Ent­wick­lung einer Tech­nik zu ste­cken, sie so sicher wie mög­lich zu machen und dann abzu­schaf­fen, um das trotz­dem benö­tigte Pro­dukt im Aus­land aus den glei­chen aber unsi­che­re­ren Anla­gen einzukaufen.
    Ver­gli­chen mit Reak­to­ren, die in den Ostblock-​Staaten lau­fen sind unsere deut­schen Atom­kraft­werke wahre Sicher­heits­wun­der — vor der Abschaf­fung der deut­schen Druck­was­ser­re­ak­to­ren sollte man die ver­al­te­ten Sie­de­was­ser­re­ak­to­ren vom Netz nehmen.

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  • Atomkraft?

    Gast

    26. Jun 2008

    Eine andere Mög­lich­keit wäre auch, die Mil­li­ar­den, mit denen die Ent­wick­lung geför­dert und der Betrieb sub­ven­tio­niert wird, in die Ent­wick­lung weni­ger dau­er­haft schäd­li­cher Enge­rie­quel­len zu stecken.

    Und dann ist es doch inter­es­sant, dass wir mehr und mehr Bür­ger­rechte abge­ben sol­len, damit der Ter­ro­ris­mus bekämpft wird, wäh­rend mit Atom­kraft­wer­ken töd­li­che Achil­les­ver­sen gepflegt werden.

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  • Prost

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    mike12

    26. Jun 2008

    Und ich finde es grund­sätz­lich eine schlechte Idee mit der Men­ta­li­tät „Nach mir die Sint­flut“ zu leben. Die hirn­ver­brannte Annahme, dass da eine töd­li­che Gift­menge über Mil­lio­nen von Jah­ren sicher auf­be­wahrt wer­den soll/​kann ist eine Belei­di­gung für gesunde Syn­ap­sen. Alleine diese Tat­sa­che müßte Ker­nern­er­gie zu einem Asschluß­kan­di­da­ten machen.

    Ein kräf­ti­ger Schuck aus die­ser Brühe gefäl­lig:

    http://​www​.spie​gel​.de/​w​i​s​s​e​n​s​c​h​a​f​t​/​m​e​n​s​c​h​/​0​,​1​5​1​8​,​5​6​2​2​6​3​,​0​0​.html

    Oder sol­len das erst die Kin­der in X Jah­ren in klei­nen Dosen zu sich nehmen?

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  • 20 Jahre

    Robert

    26. Jun 2008

    @Mike12: Naja — in den letz­ten 20 Jah­ren hat es doch fast ohne Zwi­schen­fälle geklappt. Da soll­ten doch 700 Mil­lio­nen kein Pro­blem sein.

    @Gast1: Dass andere Atom­kraft­werke noch schlech­ter als die deut­schen sind, ist natür­lich ein gran­dio­ses Argu­ment für Atom­kraft — passt aber prima in die Argu­men­ta­ti­ons­li­nie des „Welt“-Artikels.

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    Gast

    28. Jun 2008

    Sicher­lich ist unsere Kraft­werks­in­fra­struk­tur kein Argu­ment für die Atom­kraft — aber die eige­nen Kraft­werke abschaf­fen um dann den benö­tig­ten Strom aus dem Aus­land zu kau­fen oder mit Koh­le­kraft­wer­ken zu pro­du­zie­ren kann die Lösung des Pro­blems nicht sein.
    Ich sage nicht, dass wir die Atom­kraft ewig nut­zen soll­ten — ich sage nur, dass man die Atom­kraft nut­zen sollte, bis Alter­na­ti­ven zur Ver­fü­gung ste­hen — momen­tan ist es ein­fach noch nicht mög­lich die benö­tigte Ener­gie aus rege­ne­rier­ba­ren Quel­len zu zie­hen.
    Inso­fern ist der Kurs der Regie­rung die Atom­kraft abzu­schaf­fen bis jetzt rich­tig, die Abschal­tung der Kraft­werke kommt aber imho zu früh. Ob jetzt 100t oder 200t Atom­müll in den End­la­gern lie­gen ändert deren Gefähr­lich­keit nicht, aller­dings ändert sich die Gefah­ren­si­tua­tion durch­aus, wenn wir die Ver­ant­wor­tung durch Ein­kauf aus Nach­bar­län­dern abge­ben oder den Strom durch Koh­le­kraft­werke erzeu­gen.

    Die Posi­tion vie­ler Atom­kraft­geg­ner ist zwar ehren­wert, geht aber an der (wirt­schaft­li­chen) Rea­li­tät vor­bei und ist daher nur Wunschdenken.

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  • öko?

    Robert

    28. Jun 2008

    Aber selbst dann ist Atom­kraft nicht öko und wirt­schaft­lich, son­dern höchs­tens ein not­wen­di­ges Übel. Und dann sollte man sich stär­ker um Alter­na­ti­ven kümmern.

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  • zu teuer

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    klaus-martin meyer

    03. Aug 2008

    Das Schür­fen von Uran zer­stört die Landschaft.
    Uran kommt aus Russ­land. Hier haben wir ja schon Angst beim Gas zu abhän­gig zu sein. Viel­leicht sollte man sich dann nicht auch beim Uran abhän­gig machen.

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  • Gast

    20. Okt 2008

    wer von euch wür­de­s­ei­nen arsch auch gern mal in einem atom­kraft­werk wältzen

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  • Gast

    20. Okt 2008

    wer von euch wür­de­s­ei­nen arsch auch gern mal in einem atom­kraft­werk wältzen

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