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Sucheixquick statt Google

 
ixquick

Mittwoch, 05. Dezember 2007

Etwas „goo­geln“ ist ja mitt­ler­weile quasi zum Syn­onym für Internet-​Recherche gewor­den. Doch mit Google als Firma die Web­su­che, Wer­bung, E-​Mail, Kar­ten, Office-​Anwendungen und den­mächst wohl auch Com­mu­nities und Mobil­te­le­fo­nie und alter­na­ti­ver Strom­er­zeu­gung Zugriff auf immer mehr Benut­zer­da­ten bekommt, haben immer mehr Men­schen Bauch­schmer­zen. Dabei gibt es eine nette Alter­na­tive: ixquick

ixquick ist laut eige­ner Aus­sage die „welt­beste Metasuche“ — eine Meta­such­ma­schine reicht die Such­an­frage an andere Such­ma­schi­nen wei­ter und kom­bi­niert deren Ergeb­nisse zu einem eige­nen Ergeb­nis. Es befin­den sich also auch Ant­wor­ten von Google, Yahoo & Co. in der Liste — da aber ixquick und nicht der Benut­zer selbst bei Google anfragt, kann die Such­ma­schine keine Daten erfas­sen.

ixquick selbst sam­melt laut eige­nen Anga­ben keine Log­da­ten län­ger als 48 Stun­den. Danach wer­den die Log­da­ten mit neuen Log­da­ten über­schrie­ben.

Im August 2006 durf­ten die Kun­den von AOL erfah­ren, was es bedeu­tet, wenn ihre Daten über Monate gesam­melt wer­den. Damals ver­öf­fent­lichte der Inter­net­pro­vi­der, Such­da­ten von fast 700000 Kun­den — Anony­mi­siert zwar, jedoch konnte nach kaum ein paar Tagen das erste Such­pro­fil zuge­ord­net wer­den. Alle Welt konnte nun lesen, dass Thelma Arnold (62) sich zu The­men wie “numb fin­gers” oder “60 sin­gle men” bis hin zu “dog that uri­na­tes on ever­y­thing.” infor­mierte.

Zwar hat­ten AOL–Mit­ar­bei­ter die Daten damals selbst „zu aka­de­mi­schen Zwe­cken“ ins Inter­net gestellt. Dass sol­che Infor­ma­tio­nen aber auch unfrei­wil­lig „ver­lo­ren“ gehen kön­nen, durfte gerade die bri­ti­sche Regie­rung erfah­ren.

Bei ixquick ist das nicht in die­ser Form wohl nicht mög­lich und dank Firefox-​Plugin und her­vor­ra­gen­der Such­er­geb­nisse ist die Umstel­lung nicht allzu groß. Nur „ixqui­cken“ wird sich ver­mut­lich nicht als Verb durch­set­zen.

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