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Behör­den­gang

 
Das Kieler Rathaus

Montag, 03. September 2007

Der Haup­tauf­trag meines heuti­gen Tages war die Besorgung einer Meldebescheini­gung beim Rathaus. Da laut Inter­net das Bürg­er­amt von 8‐​16Uhr geöffnet hat, hab ich mir gedacht, dass ich vorher ja noch einige andere Dinge erledi­gen kön­nte, dann schnell im Rathaus rein­schneie und schließlich zum Mit­tag wieder Zuhause sein kann. Ich war dann um 11:47 Uhr im Rathaus und habe mir eine Num­mer gezo­gen: 261 — laut Anzeige war ger­ade Num­mer 150 dran. Tja. Mit dem „rein­schneien“ war es wohl nichts. Da muss ich später noch ein­mal schneien.

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Eine halbe Stunde später bin ich wieder da: Num­mer 160 — Das ist ein­fache Math­e­matik: 10 Num­mer = 30 Minuten bedeutet 100 Num­mer = 300 Minuten. Lei­der hat das Rathaus nur bis um 4 auf. Also latsch ich wieder los, kauf mir die aktuelle c’t und ein Buch, renn ans andere Ende der Kieler City, um meiner Fre­undin eine „Weiße Heide“ mitzubrin­gen — hat sie mir als Auf­trag aufgegeben, als ich ihr tele­fonisch erk­lärte, dass das hier länger dauern kön­nte.

Gegen halb 2 bin ich wieder da: 200

Ich setz mich zu eini­gen Jugendlichen auf die Treppe, denn alle würde­volleren Sitz­plätze sind schon belegt. Ich blät­ter durch die c’t — die ist aber mal wieder so lang­weilig wie lei­der so oft. Dann such ich mir doch nen Ses­sel und merke, dass es zunehmend leerer wird.

Das Buch ist besser als die c’t und plöt­zlich huschen die Num­mern auf der Anzeige nur so durch. Zwis­chen 230 und 260 hat­ten offen­bar nur 5 Leute so viel Geduld/​Zeit wie ich.

Die Frau vom Rathaus freut sich, als ich ihr den Blu­men­topf auf den Tisch stelle. Selbst als ich ihr erk­lär, dass der nicht für sie wäre, erfreut sie sich weiter zumin­d­est an dem Gedanken, einer der Kun­den brächte ihr einen Blu­men­topf mit.

Nach 2 Minuten habe ich meine Perso wieder, die Meldebescheini­gung auf dünnstem Recycling‐​Papier mit dem Charme eines Kassen­bons und 4 ¤ weniger in der Tasche. Auf dem Rück­weg brauch ich etwas zu essen und ich bring meiner Fre­undin einen Muf­fin mit zur Arbeit.

Alles in allem habe ich 3 Stun­den gebraucht, 20¤ aus reiner Langeweile aus­gegeben und jetzt auch nur den Schein in der Hand, den ich noch brauchte, um mich fürs Ref­er­en­dariat zu bewer­ben…

Wenn noch jemand eine Geschäft­sidee sucht: Ich wäre dur­chaus bereit jeman­dem 2¤ dafür zu geben, dass er mir eine SMS schickt, wenn meine Num­mer bald dran ist.

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Kommentare



  • Langweilige c't

     
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    Jan Winters

    04. Sep 2007

    "Ich blätter durch die c't - die ist aber mal wieder so langweilig wie leider so oft." - da musste ich sehr lachen und 100% zustimmen. :D

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  • puuh!

     
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    Steffen Voß

    05. Sep 2007

    Da bin ich ja beruhigt, dass das auch andere so sehen. Einige behaupten ja, man könne kein Profi sein, wenn man kein c't Abo hat.

    Das Problem ist aber, dass die über ALLES schreiben, was mit Computern zu tun hat. Und was ist das heutzutage eigentlich nicht mehr?

    Ich befürchte, dass der Anteil von Artikeln, die mich in der c't tatsächlin interessieren und aus denen ich wirklich Neues erfahre in der "Gala" ungefähr genauso groß sein würde. :-D Anders ist das natürlich mit dem Playboy, den man ja ausschließlich wegen der Artikel liest. ;-)

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    delphine

    22. Sep 2007

    oho, man will sich nun doch zum ref anmelden?! ;-)

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  • Plan B

     
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    Steffen Voß

    22. Sep 2007

    Naja, die Bewerbung hab ich halt mal abgeschickt. Und früher oder später müssen die mich nehmen. Das lässt mir Zeit, etwas besseres zu finden. ;-)

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