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Was ist PodCast ?

 

Montag, 27. März 2006

Pod­Cast ist unter ande­rem einer der erstaun­lichs­ten Hypes seit beste­hen des Inter­nets: Wäh­rend sich Blogs nur lang­sam und rela­tiv leise ver­brei­ten, kann man bei Pod­Cast schon fast von einer Lawine spre­chen. Ende 2004 hatte noch kaum jemand über­haupt etwas davon gehört, im August 2005 wird das Wort ins „Oxford Dic­tio­nary of English“ auf­ge­nom­men und Ende 2005 zum deut­schen Wort des Jah­res — auf grund der „phä­no­me­na­len Aus­brei­tung“ des Wor­tes, wel­ches es „von rela­ti­ver Unbe­kannt­heit zu einem der hei­ßes­ten Medi­en­trends schaffte.“

Was also steckt hin­ter die­sem „Medientrend“ — Eigentlich han­delt es sich um eine Ver­bin­dung eini­ger Tech­no­lo­gien, die es bis­her noch nicht zu sol­cher Pro­mi­nenz gebracht haben:

Inter­netra­dio — nach­dem sich die Radio­sen­der in Deutsch­land immer mehr anglei­chen und sie sich fast nur noch anhand der Stau­mel­dun­gen regio­nal ein­ord­nen las­sen, ent­stan­den im Inter­net eine Viel­zahl Sen­der, die spe­zi­elle Inter­es­sen (Metal, Techno, Gos­pel…) bedie­nen — und das welt­weit.

Web­logs — (kurz: „Blogs“) Blogs sind mehr als Tage­bü­cher, die öffent­lich im Inter­net geführt wer­den. Oft behan­deln Blogs spe­zi­elle The­men, wie Medien, Recht­spre­chung usw.

RSS (Really Sim­ple Syn­di­ca­tion) — RSS ermög­licht es, sich mit einem geeig­ne­ten Pro­gramm über Neu­ig­kei­ten auf einer Inter­net­seite auto­ma­tisch benach­rich­ti­gen zu las­sen.

Mit einem Pod­Cast kann jeder Mensch mit einem Com­pu­ter, einem Inter­net­zu­gang und einem Mikro­fon eigene Radio­sen­dun­gen ins Inter­net stel­len. Es stellt aber zum Bei­spiel auch NDR Info ver­schie­dene Spe­zi­al­sen­dun­gen als Pod­Cast bereit.

„Emp­fan­gen“ kann man diese Sen­dun­gen zum Bei­spiel mit iTu­nes. Dort kann man über das PodCast-​Verzeichnis des iTunes-​Stores Pod­Casts zu ver­schie­de­nen The­men suchen und abon­nie­ren. Das Abon­ne­ment ist kos­ten­los und bedeu­tet nur, dass man beim Start von iTu­nes über neue Sen­dun­gen infor­miert wird.

Die Sen­dun­gen lie­gen nor­ma­ler­weise im MP3–For­mat vor und müs­sen her­un­ter­ge­la­den wer­den — also ein wei­te­rer Rück­schlag für Modem-​Enthusiasten.

Bis­her scheint sich vor allem das übli­che Nerd-​Publikum für Pod­casts zu inter­es­sie­ren — das zumin­dest fand eine PostCast-​Umfrage her­aus: „Der Podcast-​Hörer deutsch­spra­chi­ger Pod­casts ist männ­lich (89%), er ist zu 49% Sin­gle, kommt aus Deutsch­land (82%), hat einen Hoch­schul­ab­schluss (56%) o.ä. , ist berufs­tä­tig (64%) oder in Aus­bil­dung (33%), hat 8 Pod­casts abon­niert und hört 3,61 Stun­den /​Woche Pod­casts.“

In der Hoff­nung die­ses inter­es­sante Medium auch der brei­te­ren Öffent­lich­keit zugäng­lich zu machen, werde ich in Zukunft auf inter­es­sante Pod­Casts hin­wei­sen. So lässt sich das Radio­pro­gramm der Zukunft selbst gestal­ten: Erst ein NDR–Spe­cial über die Wah­len in Weiß­russ­land, dann das neue Album von den Strokes und zwi­schen­durch erzäh­len zwei Mün­che­ner über die Welt, wie sie sie erle­ben — und keine dauer-​lustigen Dumpfbacken-​Moderatoren mehr.

Links:
RSS, wiki​pe​dia​.de
Blog, wiki​pe​dia​.de
Inter­netra­dio, wiki​pe​dia​.de
Pod­Cast, wiki​pe​dia​.de
PostCast-​Umfrage
Diplom­ar­beit zum Thema Pod­Cast

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