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Fotoalbum

FotosammlungPicasa bringt Gesichtserkennung

Samstag, 15. Mai 2010

Die weite Ver­brei­tung von Digi­tal­ka­me­ras führt zu immer grö­ße­ren Foto­samm­lun­gen, denen man schon lange nicht mehr mit her­kömm­li­chen Papier-​Fotoalben Herr wer­den kann. Soft­ware erleich­tert es, die Fotos zu sor­tie­ren und bei Bedarf wie­der­zu­fin­den. Picasa ist eines die­ser Pro­gramme und seit der Ver­sion 3.5 ver­fügt Picasa zusätz­lich über Gesichtserkennung.

Nach dem ers­ten Start beginnt Picasa alle vor­han­de­nen Fotos nach Gesich­tern zu scan­nen und ähnli­che Gesich­ter zu grup­pie­ren. Gibt man einem der Gesich­ter einen Namen, wer­den dem Benut­zer wei­tere Fotos vor­ge­schla­gen, die die glei­che Per­son zei­gen könn­ten. Außer­dem kann man die nor­ma­len, the­ma­ti­schen Alben ankli­cken und die Namen zu den Gesich­tern angeben.

So ent­steht nach und nach eine nach Per­so­nen sor­tierte Samm­lung, die es ermög­licht zum Bei­spiel auch nach Fotos zu suchen, auf dem meh­rere Per­so­nen zusam­men zu sehen sind.

Picasa ist Google

Picasa ist eines der Pro­jekte, die Google gekauft hat. Des­we­gen ist es auch mög­lich die Namen der Per­so­nen direkt mit den Kon­tak­ten im Google-​Adressbuch abzu­glei­chen — aber wer will das schon. (Muss man auch nicht…)

Picasa arbei­tet dar­über hin­aus natür­lich sehr gut mit den Picasa-​Webalben zusam­men. Die Flickr-​Unterstützung kann man nach­rüs­ten — die steu­ert dann aber eigent­lich nur eine wei­tere Soft­ware (Flickr Uploadr) fern. Da könnte Google noch nach­bes­sern, aber hier merkt man eben, dass das kein freies Soft­ware­pro­jekt ist und das die Inter­es­sen einer Firma dahin­ter ste­hen.

Gesichts­er­ken­nung für alle?

Die Gesichts­er­ken­nung funk­tio­niert erschre­ckend gut und gibt einen Vor­ge­schmack auf das, was pas­siert, wenn die ers­ten Anbie­ter die Gesichts­er­ken­nung auf das Inter­net loslassen.

Ich hatte zum Bei­spiel ein Foto, auf dem irgendwo im Hin­ter­grund ein Bekann­ter zu sehen war — da wäre ich nie drauf gekom­men. Picasa hat’s gefun­den und erkannt…

Wir kön­nen alle gespannt sein, dass für Fotos von uns in Zukunft aus dem Netz gefischt wer­den. 

Betriebs­sys­teme

Picasa gibt es für Win­dows, Mac und Linux — unter Linux aller­dings nicht die neuste Ver­sion mit der Gesichts­er­ken­nung. Dafür muss man den Umweg über Wine gehen — soll aber funktionieren.

Links

Foto: found-​photos Lizenz: Crea­tive Com­mons by-​nc-​sa

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