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Foto: photocase.com | Thomas K.

TippsGoogle-frei und Spaß dabei…

Sonntag, 17. Januar 2010

Das Titelthema des aktuellen Spiegels ist Google: „Der Konz­ern, der mehr über Sie weiß, als Sie selbst“ In dem Artikel zählen die Autoren auf, wie man seinen All­tag so gestal­ten kann, dass man prak­tisch nichts anderes mehr benutzt als Google — und das wird dann kri­tisiert. Die Alter­na­tiven wer­den als nur für Freaks tauglich beschrieben. Dabei kann man rel­a­tiv ein­fach, weitest­ge­hend Google‐​frei durch die Welt zu kommen.

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Die Suche

Ja, Google ist eine tolle Such­mas­chine. Vor allem die Suggest‐​Funktion oder die automa­tisch Kor­rek­tur „mein­ten Sie…“ ist schon sehr prak­tisch. Dieser Kom­fort hat aber den Preis der eige­nen Daten. Und wer nicht will, dass das eigene Suchver­hal­ten mit anderen Google‐​Daten zusam­menge­führt wer­den, sollte zumin­d­est die erste Suche bei anderen Such­maschi­nen starten. Ixquick ist eine gute Alter­na­tive, wenn es um den Daten­schutz geht. Die Suche ist aus­geze­ich­net mit dem Europäis­chen Datenschutz‐​Gütesiegel.

Der Browser

Der erste Kon­tak­t­punkt mit Google ist der Browser selbst: Google Chrome gewinnt immer mehr an Beliebtheit, weil er neben einer schnellen Tech­nik Web­seiten darzustellen auch über die schnell­ste JavaScript‐​Engine ver­fügt — mod­erne Webange­bote wie Google Wave machen nur mit einem schnellen Browser Spaß. 

Der Fire­fox ist aber immer noch eine sehr gute Alter­na­tive, dem man mit weni­gen Hand­grif­fen das meiste beib­rin­gen kann, was Chrome macht. Und dazu lässt sich Fire­fox recht ein­fach so anpassen, dass man nicht ständig unbe­merkt Daten an Google sendet: 

  1. Das Plu­gin Cus­tomize­Google ermöglicht es, dass der Browser alle möglichen Datenüber­tra­gun­gen an Google nicht zulässt. Das funk­tion­iert so: Wenn man eine Adresse in den Browser ein­gibt, wird die Web­seite abgerufen. Das ist ein HTML–Quell­text aus dem her­aus dann die Adressen von Bildern oder exter­nen JavaScripten aufgerufen wer­den. Das Addon schaut diese Adressen nach Google‐​Aufrufen durch und fordert diese dann gar nicht erst an. Damit kann man zum Beispiel die Ver­fol­gung durch Google über ver­schieden­ste Inter­net­seiten via Google Ana­lyt­ics und die Wer­bung von Google verhindern.
  2. Mit einem entsprechen­den Such­plu­gin kann man die Liste der benutzbaren Such­mas­chine im Ixquick erweitern.
  3. Wer unvoll­ständige URLs oder Such­be­griffe in die URL–Zeile ein­fügt, wird nor­maler­weise auch an Google weit­ergeleitet. Aber auch dieses Ver­hal­ten kann man dem Fire­fox recht ein­fach abgewöh­nen

Mail

Google bietet eine Lösung für Mail — aber warum muss man unbe­d­ingt Google Mail benutzen? Yahoo, Hot­mail, Web​.de — alle bieten eben­falls große Post­fächer und Webmail. 

Wer einen eige­nen Web­space für seine Fir­men­home­page oder seinen Blog hat, müsste eigentlich auch Post­fächer dazu bekom­men haben. Oft gibt es dazu auch direkt einen Webmailer. 

Cal­en­dar, Text & Tables 

Es ist schon sehr prak­tisch, wenn man gemein­sam von ver­schiede­nen Rech­ner aus an Doku­menten arbeiten kann. Aber auch hier ist Google nicht der einzige Anbi­eter. Noch besser: Mit Feng Office gibt es eine freie Online‐​Office‐​Lösung, die dazu noch Mail unterstützt. 

Ana­lyt­ics

Statt Google die eige­nen Zugriff­szahlen und die Daten der Benutzer in den dig­i­talen Rachen zu schmeißen, gibt es mit Piwik eine freie Alter­na­tive, die kom­plett auf dem eige­nen Server läuft. 

Maps

Das freie Webmapping‐​Projekt Open­StreetMap ist in großen Teilen Deutsch­lands mit­tler­weile so flächen­deck­end und detal­liert, dass es als vernün­ftige Alter­na­tive für Google Maps geeignet ist. 

Mobil­tele­fon

Google hat mit Android der Entwick­lung des Mobil­tele­fon­mark­tes sicher wichtige Impulse gegeben. Es gibt aber auch hier gute, frei Alter­na­tiven. Da muss man nicht zum Apple‐​Sell‐​Out‐​Boy wer­den wer­den. Mit Maemo gibt es Betrieb­ssys­tem für Mobil­tele­fone, das auf Debian/​Linux basiert und entsprechend auch kom­plett frei ist. Das Sys­tem läuft zum Beispiel auf dem aktuellen Nokia N90000.

Ein wenig nach­denken…

Natür­lich sind das nur einige der Alter­na­tiven und man muss nicht kom­plett auf Google verzichten. Aber manch­mal ist es ganz gut, wenn man sich über Alter­na­tiven informiert und diese dann auch nutzt. 

Google würde ich trotz­dem immer dann empfehlen, wenn man etwas möglichst öffentlich haben möchte — oder wenn ich mir etwas Gutes abgucken möchte.

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Foto: pho​to​case​.com | Thomas K.

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Kommentare



  •  
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    Lausbube

    18. Jan 2010

    Mmh ... klar gibt´s alternativen. Aber das hat sich irgendwie alles so eingegooglet! Es ist eben zur "reinen Normalität" geworden, anstelle Yahoo, oder " Ixquick " -.. google.de in den Browser einzugeben! So verhäölt sich das irgendwie auch mit all den anderen Tools und Co Kg ..

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    Hans-Dieter …

    18. Jan 2010

    Leider ist das Firefox‐​Addon Cus­tomize­Google nicht mit der neusten Firefox Version 3.5.7 kompatibel.

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    Steffen

    18. Jan 2010

    @Hans-Dieter: Ich hab gerade mal den Link auf CustomizeGoogle geändert. Die Version im offiziellen Mozilla Repository funktioniert mit dem aktuellen Firefox.

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    Tino

    18. Jan 2010

    Sorry, aber Web.de mit Gmail zu vergleichen geht ja mal gar nicht. Das ist wie Bungalow und Wolkenkratzer (jedenfalls bei der kostenlosen Variante).

    OpenStreetMap ist meiner Meinung nach auch keine brauchbare Alternative, da würde ich eher zu Map24 gehen.

    Feng Office scheint aber ein echt guter Tipp zu sein. Kannte ich bisher nicht und sieht gar nicht so schlecht aus.

    Bei Piwik vs. Analytics stimme ich dir auch voll zu. Das N900 ist aber eine instabile Krücke, leider ein totaler Fehlkauf bisher. Ich hoffe da kommen schnellstens noch ein paar Updates.

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    Alf

    18. Jan 2010

    Das GMail, Chrome, Google Toolbar und Co. von privatsphärenbewussten Nutzern nicht genutzt werden sollen, ist absolut richtig.

    Feng Office ist auch eine sehr coole Alternative, danke für den Tipp.

    Auch wir nutzen Piwik, aber der Vergleich mit Google Analytics oder Yahoo Web Analytics hinkt noch. Piwiks Oberfläche ist recht hakelig und Conversion Tracking ein Abenteuer.

    Was Ixquick (ich kannte es bis gerade eben nicht) betrifft ... mmh ... sehr skeptisch. Meine Suche nach "typo3 imagemagick" hat mir Stratos FAQ auf Platz 1 gebracht und die besten Foren und Blogs ausgelassen. Da bleibt bald wohl nur noch Bing oder Y-Bing ;-)

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    Steffen

    19. Jan 2010

    Ich sage ja nicht, dass das alles ein 100%iger Ersatz für die entsprechenden Google-Produkte ist. Man muss sich aber überlegen, welchen Wert es hat, wenn man nicht alles bei Google nutzt.

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    Felix Nagel

    19. Jan 2010

    Ich hoffe die Besucherzahlen stimmen, denn der Artikel selbst ist sinnfrei.

    Yahoo, Hot­mail, Web​.de als Ersatz für gmail? Yahoo lass ich mir ja noch gefallen aber MSN und Web.de als ernsthaft gemeinter Ersatz? Also Firmen die definitiv das machen was man google bis dato nie beweisen konnte? Ähh, ja...

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    Bianca

    19. Jan 2010

    Ich hätt noch einen: Mein persönlicher Favorit zu Google Wave ist http://pip.io. Dieses Tool ist meiner Meinung nach um einiges fortschrittlicher und kostet auch keinen Cent.

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