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Foto: Photocase | svefoc

EinsteigertippsFreie Bildbearbeitung mit GIMP

Mittwoch, 06. Januar 2010

Mit mei­nem Umstieg auf Linux vor eini­gen Jah­ren, musste ich auch mei­nen lieb­ge­won­ne­nen Paint­Shop Pro auf­ge­ben und mich mit GIMP anfreun­den. GIMP ist DAS Bildbearbeitungs-​Programm unter Linux — es funk­tio­niert auch zum Bei­spiel auch unter Win­dows und sogar auf Macs. Mitt­ler­weile halte ich mich für ganz fit mit GIMP und möchte meine Erfah­rung an Ein­stei­ger weitergeben.

Zunächst ist die Ober­flä­che von GIMP ein wenig unge­wohnt: Über­all flie­gen Fens­ter umher und Datei­dia­loge sehen komisch aus. GIMP ver­fügt nicht über ein fes­tes Appli­ka­ti­ons­fens­ter, wie man es aus den meis­ten Windows-​Programm gewohnt ist. Dafür kann man die Tools sehr ein­fach auf den heute oft übli­chen, sehr gro­ßen, brei­ten Moni­to­ren verteilen.

Umstieg von Pho­to­shop leicht gemacht

Wer vor­her mit Pho­to­shop gear­bei­tet hat und den Look her­stel­len möchte, sollte sich das Video-​Tutorial „Make GIMP look like Pho­to­shop“ anschauen. Man kann sich aber auch recht schnell daran gewöh­nen, dass die Fens­ter ein wenig loser ange­ord­net sind.

Erste Schritte

Alle wich­ti­gen Funk­tio­nen sind im eigent­li­chen Bild­fens­ter zu fin­den. Hier kann man unter dem Menü­punkt „Datei“ Bil­der laden oder spei­chern, neue Gra­fi­ken anle­gen, aus der Zwi­schen­ab­lage ein­fü­gen oder per Screen­shot erstellen.

Unter „Bear­bei­ten“ fin­den sich die übli­chen Funk­tio­nen „Rück­gän­gig“ und „Wie­der­her­stel­len“ sowie „kopie­ren“, „aus­schnei­den“ und „einfügen“.

Sehr mäch­tig ist der Menü­punkt „Aus­wahl“: Hier kann man das, was man zuvor mit dem Lasso, dem Zau­ber­stab oder sonst wie mar­kiert hat, bear­bei­ten: Die Aus­wahl inver­tie­ren zum Bei­spiel. Das ist dann inter­es­sant wenn zum Bei­spiel eine Per­son vor einem rela­tiv ein­far­bi­gen Hin­ter­grund steht. Die­ser lässt sich dann mit dem Zau­ber­stab (Werk­zeug­leiste) mar­kie­ren. Wenn man die Aus­wahl dann inver­tiert, hat man die Per­son aus­ge­wählt — zumin­dest grob. Man kann aber auch die Aus­wahl um x Pixel nach ver­klei­nern oder ver­grö­ßern usw.

Wich­tig ist als nächs­tes, die Menü­punkte „Bild“ und „Ebene“ aus­ein­an­der zu hal­ten: Beide Menü­punkte ent­hal­ten ähnli­che Unter­punkte — Nur wer­den die Funk­tio­nen ein­mal aus­ge­führt für die aus­ge­wählte Ebene oder für alle Ebe­nen — das gesamte Bild. Das sind vor allem Funk­tio­nen, die das Bild oder die Ebene ver­grö­ßern, ver­klei­nern dre­hen oder spiegeln.

Bis auf die unter „Bild“ wer­den alle ande­ren Funk­tio­nen wie die unter „Farbe“ oder „Werk­zeuge“ nur auf die jeweils aus­ge­wählte Ebene ausgeführt.

Bil­der zuschneiden

Die wich­tigste Aktion in der Bild­be­ar­bei­tung ist das Zuschnei­den. Mit dem rich­ti­gen Bild­aus­schnitt wirkt ein mit­tel­mä­ßi­ges Foto trotz­dem rich­tig gut. Und bei den hohen Auf­lö­sun­gen moder­ner Digi­tal­ka­me­ras kann man mit einem Bild­aus­schnitt Her­an­zoo­men nach­ho­len. Dazu legst Du eine recht­eckige Aus­wahl des gewünsch­ten Aus­schnitts an und wählst Bild>Auf Aus­wahl zuschnei­den.

Bil­der ausrichten

Manch­mal hat man ein Foto gemacht, das nicht ganz gerade ist. Das kann man mit Bild>Trans­for­ma­tion>belie­big dre­hen ändern: Es erscheint ein Dia­log­fens­ter und auf dem Bild wird ein Kreis mit einem Kreuz ein­ge­blen­det. Die­sen Kreis kann man mit der Mouse ver­schie­ben — er mar­kiert den Mit­tel­punkt, um den das Bild gedreht wird. Nor­ma­ler­weise kann man ihn an dem Punkt las­sen, wo er erscheint. In den Dia­log kann man per Schie­be­reg­ler oder direkt per Ein­gabe einer Zahl den Win­kel der Dre­hung ändern. Trans­pa­rent wird dann eine Vor­schau ange­zeigt. Zum Über­neh­men der Dre­hung, klickst Du ein­fach auf „Rotieren“.

Fotos ver­bes­sern

Wenn Bil­der zu dun­kel, zu hell oder unscharf sind, kann man sie nicht per­fekt machen, man kann sie aber durch­aus ver­bes­sern — gerade für die Benut­zung im Inter­net sind sie dann oft doch noch brauch­bar. Einen ers­ten Ver­such der Auf­hel­lung oder Nach­dunk­lung des Bil­des kannst Du unter Farben>Automatisch>Weißabgleich bzw. Kon­trast­sprei­zung machen. Mit STRG-​Z kannst Du einen miss­glück­ten Ver­such wie­der rück­gän­gig machen.

Kom­ple­xer ist die Benut­zung von Kur­ven (Farben>Kurven) — hier hast Du eine Dia­go­nale, deren End­punkte Du mit der Mouse ver­schie­ben kannst. Du soll­test Dir auf jeden Fall das Tuto­rial dazu anschauen.

üben, üben, üben

Alles Wei­tere ist vor allem Übung. GIMP kann alles — Du musst nur her­aus­fin­den wie. Dazu gibt es aber viele gute Web­sei­ten mit Tuto­ri­als und auch bei Youtube gibt es Lern­vi­deos — zum Bei­spiel die von GIMPtricks.

Links

Foto: Pho­to­case | sve­foc

Kommentare

  • gravatar
    Axel

    06. Jan 2010

    Wenn man sich an Gimp gewöhnt hat, macht es rich­tig Spaß. Zum Umstieg und auch zur ergän­zen­den Lek­türe kann ich beden­ken­los http://​www​.ama​zon​.de/​d​p​/​3​8​2​7​3​28047 empfehlen.

    ornament
  • gravatar
    Steffen

    07. Jan 2010

    Danke Axel für den Tipp. Ich hatte damals, als ich ange­fan­gen habe, mich mit GIMP zu beschäf­ti­gen, nach einem guten Buch gesucht. Die Kri­ti­ken bei Ama­zon waren aber alle so ambi­va­lent, dass ich mir am Ende keins gekauft habe.

    ornament

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