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Paid-ContentFlattr will das Bezahlen im Internet neu erfinden

Freitag, 12. Februar 2010

Flattr kom­bi­niert die Ideen der Kul­tur­fla­te­rate und des Micro­pay­ment in einem neuen Dienst. Es soll damit mög­lich sein, ohne Trans­ak­ti­ons­kos­ten und Auf­wand auch kleinste Beträge den Anbie­ter von Inhal­ten zukom­men zu las­sen. Könnte die­ses Sys­tem hel­fen, die Paid-​Content Frage zu lösen?

Wie funk­tio­niert Flattr?

  1. Du legst Dir zunächst ein Konto bei Flattr an und legst eine Summe fest, die man bereit ist, monat­lich für Inhalte zu bezah­len. Die­ser Betrag — neh­men wir ein­mal 50,- Euro an — wird regel­mä­ßig eingezogen.
  2. Die Anbie­ter von Inhal­ten regis­trie­ren sich als Anbie­ter und bauen in ihre Sei­ten den Flattr-​Button ein, so wie sie jetzt Twit­ter, Face­book oder ähnli­che integrieren.
  3. Wenn Dir der etwas gefällt, klickst Du den Flattr But­ton. In Dei­nem Flattr-​Konto wird das vermerkt.
  4. Am Ende des Monats wird geguckt, wie oft Du sol­che But­tons geklickt hast — sagen wir 30x. Dann wer­den Deine 50,- Euro in 30 Teile zer­legt und jeweils denen über­wie­sen, deren Inhalte Dir gefal­len haben. 

Du legst also fest, wie groß der Kuchen ist, und unter wel­chen Leu­ten er auf­ge­teilt wer­den soll. Die Anbie­ter bekom­men dann von vie­len ver­schie­de­nen Leu­ten Kuchen­stü­cken in ver­schie­de­nen Größen.

Das Sys­tem hat zwei große Vor­teile: Wenn man sich ein­mal dar­auf ein­ge­las­sen hat, weiß man, wie viel man im Monat dafür aus­gibt und mit einem Klick kann man bezah­len. Es gibt keine stän­di­gen Log­ins, man muss sich nicht über­all neu anmel­den und Abos abschlie­ßen. Bezah­len ist so ein­fach wie der „Gefällt mir“-Link in Facebook — weltweit.

Wenn Flattr dann nicht noch bis in alle Ewig­kei­ten spei­chert, wann man wo was bezahlt hat, wäre das ein zusätz­li­ches Argu­ment. Ansons­ten ist das Sys­tem ein­fach, fle­xi­bel und uni­ver­sell ein­setz­bar — was kann man mehr von einem Bezahl­sys­tem ver­lan­gen?

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