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Stadt.Land.PopEine musi­ka­li­sche Reise in die west­fä­li­sche Provinz

 
Stadt.Land.Pop

Dienstag, 27. Oktober 2009

Es muss etwas in der Luft gele­gen haben, damals in den 80ern in Bad Sal­zu­flen. Damals als Bernd Bege­mann, Frank Spil­ker, Ber­na­dette Hengst, Jochen Die­stel­meyer und all die Ande­ren nach Instru­men­ten grif­fen und anfin­gen auf Deutsch zu sin­gen als NDW gerade tot war. Die Aus­stel­lung „Stadt.Land.Pop“ ging dem Phä­no­men „Ham­burg – Ost-Westfalen“auf den Grund und doku­men­tiert die Ergeb­nisse im gleich­na­mi­gen Band.

­In „Stadt.Land.Pop“ kom­men aber nicht nur die bekann­ten Ver­tre­ter von „Die Sterne“ oder „Blum­feld“ zu Wort – auch frühe Beglei­ter und lang­jäh­rige Beob­ach­ter erzäh­len, wie das war, als man noch zur Schule ging, und im Kel­ler irgend­wel­chen ande­ren Pop-​Bands nach­ei­ferte. Das sind dann Geschich­ten von „Jungs, die zwei Klas­sen drü­ber waren“ und schon dies und das machten.

Bad Sal­zu­flen fast weltweit…

Damals ent­stand auch das „fast welt­weit“ Label und ver­einte für eine zeit­lang die Szene, schaffte aber außer einige Kassetten-​Samplern nie eine rich­tige Ver­öf­fent­li­chung. Offen­bar hat­ten dadurch aber ein paar Leute Blut geleckt, die nun im Wind­schat­ten Bernd Bege­manns nach Ham­burg gin­gen. Der Beginn der Ham­bur­ger Schule – und eine andere Geschichte.

Stadt.Land.Pop“ ist der gewitzte Ver­such der Rekon­struk­tion einer Geschichte, die fast aus­schließ­lich von den Prot­ago­nis­ten selbst doku­men­tiert wurde – eine span­nende Samm­lung von Geschich­ten für Freunde der Musik. Für mich als jemand, der seit fast 15 Jah­ren ver­suchte diese Geschichte aus dem zu rekon­stru­ie­ren, was Bernd Bege­mann in Inter­views dar­über erzählt, ist das eine echt Fundgrube.

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