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Gesine SchwanDie Zukunft der Bildung

 
Gesine Schwan, Foto: europauni | Lizenz: cc-by-sa-2.0

Freitag, 10. April 2009

In den let­zten 10 Jahren hat vor allem ein Par­a­digma die Bil­dungspoli­tik bes­timmt: Effizienz. Schule und Studium sollte vor allem in kürz­erer Zeit mehr Wis­sen pro­duzieren. Und damit man den Wis­senszuwachs auch schon quan­tifizieren kann, soll­ten alle das Gle­iche ler­nen. Gesine Schwan räumt damit in Ihrem Beitrag „Bil­dung — mehr als Auf­stieg und Effizienz“ in der Frank­furter Rund­schau auf.

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In einem, wie ich finde zen­tralen Absatz sagt die SPD–Kan­di­datin für das Amt der Bundespräsidentin:

Vor 25 Jahren waren die Islamwis­senschaften an den Uni­ver­sitäten ein „unnützes“ so genan­ntes Orchideen­fach. Heute blühen sie überall, weil ihre Ken­nt­nisse auch prak­tisch gefragt sind. Dies zeigt das Dilemma: Wir wis­sen heute nicht, was wir in 25 Jahren wis­sen müssen.“

Schule soll den Kindern Lesen, Schreiben und Rech­nen beib­rin­gen und ihnen dabei helfen her­auszufinden, wie sie mit ihren eige­nen Tal­en­ten das Besten erre­ichen kön­nen. Irgend­wann kön­nte es wichtig sein.

Was wäre passiert, wenn Immanuel Kant nicht an die Philoso­phie herange­führt wor­den wäre, oder Mozart an die Musik. Das sind heute bei­des „nice-​to-​have“ Fächer. Sowohl aus Mozart als auch aus Kant wären ver­mut­lich nur mit­telmäßige Finanzber­ater oder Marketing-​Fachleute geworden.

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