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Bundesparteitag Piratenpartei

The Eye of the ShitstormBundesparteitag der Piratenpartei in Bingen

Samstag, 15. Mai 2010

Mir war die Pira­ten­par­tei mal sehr sym­pa­thisch und ich habe ihnen sogar zwei Unterstützer-​Unterschriften gege­ben. Was ich aber heute im Livestream vom Bun­des­par­tei­tag gese­hen habe, war wider­lich. Das war nicht sympathisch-​chaotisch. Das hat nicht an die frü­hen Grü­nen erin­nert oder irgend­was. Für die, die diese Ana­lo­gie ver­ste­hen: Das war das Heise-​Forum an einem ganz schlech­ten Frei­tag. Und wer dachte, dass Leute sich nur online und anonym wie die Axt im Wald ver­hal­ten, musste sich hier eines Bes­se­ren beleh­ren lassen.

Heute stan­den vor allem die Wah­len für den Bun­des­vor­stand an und die lie­fen so ab: Jeder konnte sich zur Wahl stel­len. Nach einer Vor­stel­lung von 3 Minu­ten wur­den den Kan­di­da­ten vom Prä­si­dium Fra­gen nach den größ­ten Ver­feh­lun­gen gestellt. Danach durfte das Ple­num Fra­gen stel­len. Und aus vie­len Fra­gen sprach eine tiefe Ver­ach­tung. Eine Ver­ach­tung für die Per­so­nen und eine Miss­trauen viel­leicht sogar dafür, dass sie sich für ein hohes Par­tei­amt zu Wahl stel­len.

Die Gen­der­de­batte als Gret­chen­frage

Höhe­punkt war die Kan­di­da­tur von Lena Simon für das Amt der stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den. Lena Simon hatte es in den ver­gan­ge­nen Mona­ten gewagt anzu­spre­chen, dass ein Frau­en­an­teil von irgend­was zwi­schen 5 und 15% viel­leicht Grund genug sein könnte zu über­le­gen, warum das so ist.

The Eye of the Shits­torm

Die spa­ni­sche Inqui­si­tion ist ver­mut­lich nichts gegen das, was sich Lena Simon in der Fra­ge­runde gegen­über sah. Erstaun­lich war vor allem der hohe Anteil von Frauen (wenn ich mir die ober­fläch­li­che Ver­schub­la­dung mal so erlau­ben darf). Denn war Lena Simon noch die ein­zige Frau, die über­haupt für den Vor­stand kan­di­dierte und stell­ten den männ­li­chen Kan­di­da­ten höchst sel­ten Frauen irgend­wel­che Fra­gen, stan­den die weib­li­chen Pira­ten hier Schlange und stell­ten „Fra­gen“, die an „Auf dem Ach­ter­deck aus­peit­schen“ erinnerten.

Paranoia-​Politik

Prin­zi­pi­ell schei­nen nicht ein­mal Pira­ten ande­ren Pira­ten zu ver­trauen. So wurde zum Bei­spiel der Geschäfts­ord­nungs­an­trag gestellt, die Wahl­ur­nen ein­zelnd aus­zu­zäh­len und die Ergeb­nisse auch ein­zelnd auf­zu­füh­ren — weil man offen­bar den Par­tei­ei­ge­nen Wahl­hel­fern nicht über den Weg traute. Das führt zu einer poli­ti­schen Kul­tur, bei der ich mich frage, wie die Pira­ten über­haupt gemein­sam etwas errei­chen wol­len. Und nicht ganz zu Unrecht wies einer der Kan­di­da­ten dar­auf hin, dass die Pira­ten bis­her wenig gemein­sam hät­ten, außer dif­fus gegen bestimmte Dinge zu sein ohne Alter­na­ti­ven zu bie­ten. Naja — und dann gibt es ja noch die gemein­same Fahrt auf dem Tou­ridamp­fer, mit dem die Pira­ten heute Abend den Rhein hoch und run­ter tuckern.
Rock ‚n‘ Roll!

Links

  • Bun­des­par­tei­tag Pira­ten­par­tei: LiveStream

Foto: gedan­kens­tu­ecke Lizenz: Crea­tive Com­mons by-nc-sa/2.0

Kommentare

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    Boomel

    16. Mai 2010

    Das war nicht wider­lich son­dern auf­schluss­reich. Fuer den Mut sich da hin­zu­stel­len, gro­sen Respekt an die Leena. Fuer die Inten­tion , geschlech­ter­spe­zi­fisch irgend­wel­che Vor­teile zu erwir­ken bekommt sie nach wie­vor nur das Wort : FAIL.

    Die Frage fiel ges­tern auch 2 – 3 mal, was ase­xu­elle Men­schen betrifft was ist mit denen in der Genderfail-​debatte? Wider­lich ist diese Spal­te­rei, denn in 11 von 16 Lan­des­vor­staen­den sit­zen Frauen.

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    Steffen

    16. Mai 2010

    Das klingt für mich nicht nach Frei­heit und Demo­kra­tie, son­dern nach Mehr­heits­ter­ror. Anders­den­kende als „Spal­ter“ zu bezeich­nen, finde ich echt schlimm.

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    Der Brüsseler

    16. Mai 2010

    Das mit dem Heise-​Forum hätte ich Dir auch frü­her schon sagen kön­nen… ansons­ten sehr tref­fend beschrieben ;-)

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    Taner Ünalgan

    16. Mai 2010

    Stimme dem Bericht zu. Ich fand auch den Ton auf dem BPT gene­rell krass…ständig „HAL­TET DIE KLAPPE!“, dann kommt einer mit nem Hund auf die Bühne wäh­rend sei­ner Vor­stel­lung, stän­dig eine nerv­tö­tende Melo­die wäh­rend den Wahl­gän­gen, unglaub­li­che Strei­te­reien unter­ein­an­der, keine Ahnung von der Geschäfts­ord­nung usw.

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    Tim

    16. Mai 2010

    Lei­der sind die Reak­tio­nen der Pira­ten sehr ein­deu­tig. Für jeden Aus­sen­ste­hen­den sieht es aus wie ein typi­scher Nerd­hau­fen, aber anstatt anzu­er­ken­nen dass ein Pro­blem lie­gen _​könnte_​wird es kate­go­risch abge­strit­ten. Anstatt anzu­er­ken­nen, dass Frauen nun­mal andere Vor­raus­set­zun­gen, Sicht­wei­sen und Ansätze haben wird strikt gesagt: das Geschlecht spielt bei uns keine Rolle. Tut es aber doch, macht doch mal die Augen auf, möchte man da schreien. Denn genau die Tat­sa­che, dass so viele Pira­ten das evi­dente Pro­blem ein­fach nicht sehen, dass sie sich der Gen­der­the­ma­tik gar­nicht bewusst sind, ist der Beweis dafür, dass hier Hand­lungs­be­darf besteht. Nur, wer soll es durch­set­zen, gegen all die Schrei­hälse und Reinplapperer?

    Lei­der merkt man der Pira­ten­par­tei ganz deut­lich an, dass die aller­meis­ten von ihnen eine IT-​Hintergrund haben (zumin­dest wenn man sich die Kan­di­da­ten­liste durch­guckt). Irgend­wie herrscht der Glaube, man könne für jedes Pro­blem durch rein ratio­nale Über­le­gun­gen eine tech­ni­sche Lösung fin­den (siehe auch Dis­kus­sion um Liquid Feed­back /​Liquid Demo­cracy). Was der Par­tei aber fehlt sind Leute mit huma­nis­ti­schem Hin­ter­grund, die dabei hel­fen her­aus­zu­fin­den, was denn eigent­lich genau das Pro­blem ist, was man denn lösen will. Und genau sol­che Leute ver­grau­len sie aber durch ihr kin­der­gar­ten­haf­tes Dis­kus­si­ons­ver­hal­ten. Schade, ich hatte mal große Hoff­nun­gen für diese Partei.

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    Piratenweib

    16. Mai 2010

    @Tim: Herz­li­chen Dank für diese Ein­sicht in ein­fa­che Tat­sa­chen. Das Schlimme ist aller­dings nicht, dass Pira­ten die­ses evi­dente Pro­blem nicht sehen, son­dern dass sie es nicht sehen WOL­LEN, es ist ihnen schlicht­weg egal. Und das werfe ich meine Mit-​Pirat/​innen durch­aus vor.
    Und übri­gens: diese The­ma­tik trifft Trans­gen­der ebenso. Auch das wol­len Pira­ten nicht sehen, ver­wei­gern sich schlicht­weg der Mög­lich­keit, es könne ein Pro­blem geben. Tja, #fail.

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    fhun

    17. Mai 2010

    #fail ist zu wenig… Tja, der Stream hat mich in meh­re­rer Hin­sicht ernüch­tert. Zum einen das Gebashe von Lena Simon, das voll­kom­men unver­hält­nis­mä­ßig war, anschei­nend nur von Hass geprägt. Zum ande­ren die unpro­fes­sio­nelle Her­an­ge­hens­weise — wie kann mensch davon aus­ge­hen, dass so ein Antrags­berg basis­de­mo­kra­tisch inner­halb von zwei Tagen abge­ar­bei­tet wer­den kann — poli­tisch sehr uner­fah­ren, würde ich mal sagen. Und dann die gan­zen GO-​Anträge — sowas hab ich das letzte Mal in den 80igern an der Uni erlebt, AStA oder Fach­schaft! Seit­dem glück­li­cher­weise nicht mehr…

    Ande­rer­seits reut es mich nicht, für die Pira­ten Unter­stüt­zer­un­ter­schrif­ten gesam­melt zu haben — ohne deren Ach­tungs­er­fol­gen bei BTW/​LTW09 hät­ten sich die ande­ren Par­teien nicht der­art zügig mit der Netz­pro­ble­ma­tik aus­ein­an­der­ge­setzt.

    Ob die Pira­ten jedoch eine Zukunft haben? Da sehe ich schwarz. Wenn sie gerne zwi­schen 1 – 3% pen­deln: Wei­ter­ma­chen wie gewohnt. Ansons­ten: Klar­ma­chen zum Ändern…

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    Lara-Jil

    17. Mai 2010

    „Simon hatte es in den ver­gan­genen Mona­ten gewagt anzus­prechen, dass ein Frauenan­teil von irgend­was zwis­chen 5 und 15% vielle­icht Grund genug sein kön­nte zu über­le­gen, warum das so ist.“

    Die NPD hat so weit Ich weiß einen Frau­en­an­teil von immer­hin 27% und viele Frauen dort sind auch äußerst aktiv und über­zeugte Neo­na­zis!

    Der wirk­li­che Grund für die femi­nis­ti­sche Kri­tik an den PIRA­TEN von Simon und co ist doch, dass ihr unge­wöhn­lich hoher Män­ner­an­teil den femi­nis­ti­schen Mythos,gesellschaftlicher Fort­schritt sei den guten Frauen geschul­det wäh­rend die bösen Män­ner ein Zurück ins Mit­tel­al­ter wünsch­ten mehr denn je ins wan­ken bringt:Dabei wer­den frei­heits­be­schrän­kende Maß­nah­men wie Video­über­wa­chung, Inter­net­sper­ren, mehr Sicherheitspersonal,Minarett-oder Bur­ka­ver­bote
    ja nicht zuletzt auch immer mit Frau­en­rech­ten
    begründet:Der femi­nis­ti­sche Män­ner­hass hat den Über­wa­chungs­fe­ti­schis­ten hier ein­deu­tig in die Hände gespielt!

    Um die eigene selektiv-​feministische Wahr­neh­mung
    nicht hin­ter­fra­gen zu müs­sen wer­den jetzt irgend­wel­che Frau­en­dis­kri­mi­nie­run­gen rein­in­ter­pre­tiert, so nach dem Motto:Wenn Frauen
    gegen­über den geis­tig unter­le­gen, ewig gest­ri­gen und reak­tio­nä­ren Män­nern bei einer pro­gres­si­ven Par­tei zah­len­mä­ßig so schwach ver­tre­ten sind, dann muss hier erst recht eine Dis­kri­mi­nie­rung vor­lie­gen…

    .…Stel­len Wir uns doch mal vor wie es im umge­kehr­ten Fall wäre,wenn der Frau­en­an­teil bei den PIRA­TEN bei 85 – 95% läge?
    Man würde nicht müde wer­den zu beto­nen,
    dass Frauen auch im digi­ta­len Zeit­al­ter der beste Garant für unsere Frei­heit wären,während die bösen Män­ner in den Regie­run­gen diese mit Füßen tre­ten würden.(Wahrscheinlich würde auch noch inhalts­los behaup­tet wer­den, Frauen wür­den unter den Über­wa­chungs­maß­nah­men am stärks­ten lei­den…)
    Selek­tive femi­nis­ti­sche Sicht­wei­sen eben!

    Was den Ton der Debatte angeht, klingt man­ches was hier ange­führt wird auf den ers­ten Blick tat­säch­lich etwas fragwürdig:Auch Ich bin sehr für einen fai­ren Umgangs­ton und Min­der­hei­ten­rechte:
    Ande­rer­seits könnte das ganze auch als Beleg für die These gewer­tet wird, dass der Femi­nis­mus durch sei­nen aggres­si­ven Anti-​Männer Sexis­mus genau das schafft, was er eigent­lich vor­gibt zu bekämpfen!

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    Yves

    18. Mai 2010

    Ich weiß, dies ist kein Debat­ten­fo­rum, den­noch möchte ich was zu einem Kom­men­tar sagen!

    Zitat von Lara-​Jil: „Der wirk­li­che Grund für die femi­nis­ti­sche Kri­tik an den PIRA­TEN von Simon und Co ist doch, dass ihr unge­wöhn­lich hoher Män­ner­an­teil den femi­nis­ti­schen Mythos, gesell­schaft­li­cher Fort­schritt sei den guten Frauen geschul­det wäh­rend die bösen Män­ner ein Zurück ins Mit­tel­al­ter wünsch­ten mehr denn je ins wan­ken bringt“

    Auf dem Pira­ten­par­tei­tag und auch ansons­ten kann ich, bei aller Sym­pa­thie für den Ver­such was „neues zu machen“, nicht erken­nen, dass die Pira­ten­par­tei wirk­lich ein Motor für gesell­schaft­li­chen Fort­schritt ist. Ich käme jetzt jedoch nicht auf die Idee, die auf dem Par­tei­tag der Pira­ten öffent­lich zur Schau getra­gene Plan– und Ziel­lo­sig­keit, sowie die Gehäs­sig­keit gegen­über ande­ren Indi­vi­duen in einen direk­ten Zusam­men­hang mit der Nicht­par­ti­zi­pa­tion von Frauen in die­ser „Jung­spar­tei“ zu stel­len.

    Zitat Lara-​Jil: „Dabei wer­den frei­heits­be­schrän­kende Maß­nah­men wie Video­über­wa­chung, Inter­net­sper­ren, mehr Sicherheitspersonal,Minarett-oder Bur­ka­ver­bote ja nicht zuletzt auch immer mit Frau­en­rech­ten begrün­det: Der femi­nis­ti­sche Män­ner­hass hat den Über­wa­chungs­fe­ti­schis­ten hier ein­deu­tig in die Hände gespielt!“

    Wenn ich schon dem ers­ten zitier­ten Abschnitt selt­sam fand, so kann ich fest­stel­len, hier wird noch mal nach gelegt. Frauen sind also ver­ant­wort­lich dafür, dass Park­häu­ser und öffent­li­che Plätze Video über­wacht wer­den? Frauen sind die trei­bende Kraft hin­ter den anti-​islamischen Umtrie­ben in Europa und den USA? Oder sind sie gar ver­ant­wort­lich, dass sie Opfer von Ver­ge­wal­ti­gun­gen und ille­ga­ler Pro­sti­tu­tion wer­den, von Inter­net­por­no­gra­phie ohne die eigene Zustim­mung?

    Hier will mir jemand ernst­haft erzäh­len, dass das sich weh­ren gegen Geschlechts­spe­zi­fi­sche Dis­kri­mi­nie­rung Hass ist, und die­ser Hass dafür sorgt, dass die „Über­wa­cher“ sich auf diese Opfer bezie­hen kön­nen und damit Legi­ti­ma­tion für Über­wa­chung schaf­fen. Das ist nicht nur krude, dass ist in höchs­tem Maße unan­stän­dig!

    Wei­ter: „Um die eigene selektiv-​feministische Wahr­neh­mung…“

    Ich habe den Ein­druck, dass Deine Wahr­neh­mung, Lara-​Jil, nicht nur sehr selek­tiv ist, son­de­ren gera­dezu ver­blen­det.

    Geschlech­ter­po­li­tik ist ein gesell­schafts­po­li­ti­sches Thema. Man muss es dis­ku­tie­ren kön­nen, und es müs­sen auch Räume dafür vor­han­den sein. Es mag ja sein, das einige Pira­ten ihre Geschlecht­lich­keit noch nicht aus­kos­ten, oder wahr­neh­men konn­ten, und des­we­gen auch noch nicht dar­über nach­den­ken muss­ten in wel­chen Ste­reo­ty­pen oder Zuschrei­bun­gen auch jeder von ihnen selbst gefan­gen ist. Das zumin­dest würde die total bescheu­ert Nicht­the­ma­ti­sie­rung erklä­ren.

    Viel­leicht ist auch das Pro­blem, wel­ches Pira­ten ja grund­sätz­lich in vie­ler­lei Hin­sicht zu haben schei­nen, dass Poli­tik, gerade gesell­schafts­re­le­vante, eben kein „RICH­TIG“ oder „FALSCH“ kennt, dass es nicht ein schlechte, eine gute und die beste „Lösung“ gibt. Son­dern, dass es um Werte, poli­ti­sche Ideale und Grund­sätze geht. Die­ses gemein­same Fun­da­ment, wel­ches alle rele­van­ten Par­teien aus­zeich­net, haben die Pira­ten, jeden­falls nach dem was ich da sehen konnte nicht. Des­we­gen kön­nen sie The­men wie diese viel­leicht auch nicht als Par­tei dis­ku­tie­ren.

    Poli­tik setzt eine grund­sätz­li­che Vor­stel­lung von Gesell­schaft vor­aus. Par­tei setzt vor­aus, dass es ein uni­ver­sel­les Fun­da­ment von Wer­ten und Idea­len gibt, auf dass alle Par­tei­mit­glie­der zumin­dest in wei­ten Tei­len ihre poli­ti­schen Über­zeu­gun­gen auf­bauen. Dazu gehört eben auch, dass Frauen und Män­ner dar­über dis­ku­tie­ren wel­che Rol­len­zu­schrei­be­un­gen gerecht sind, und wel­che es zu über­win­den gilt. Denn letzt­end­lich geht es bei der Frage der Geschlech­ter­po­li­tik ums Menschsein.

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  • Gast

    28. Mai 2010

    @ Yves bes­ser hätte ich es auch nicht schrei­ben können.Da einige mei­ner Freunde Mit­glied die­ser Par­tei sind, habe ich mich damit etwas beschäftigt.Ich habe sel­ten soviele gehäs­sige und into­le­rante Men­schen erlebt!

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