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Farrington Automatic Address Reading Machine

HackerspacesBastelclubs des 21. Jahrhunderts

Freitag, 05. März 2010

Noch vor weni­gen Jah­ren war das Erstel­len einer HTML–Seite eine so kom­pli­zierte Sache, dass es nur ganz wenige konn­ten. Heute geht das mit ein paar Klicks. Ebenso war es vor eini­gen Jah­ren noch Revier der Exper­ten, mit Micro­con­trol­lern zu arbei­ten. Die gibt es heute als Bas­tel­sätze und jeder Inter­es­sierte kann damit seine Kaf­fee­ma­schine twit­tern las­sen. Der Com­pu­ter bekommt sprich­wört­lich Augen, Ohren und Hände — er kommt aus sich her­aus in die reale Welt und mit ihm kom­men auch die Men­schen wie­der in die reale Welt: Sie tref­fen sich in „Hackerspaces“.

Hacker­spaces sind Orte, an denen Men­schen mit Tech­no­lo­gie bas­teln kön­nen. Dort wird gegen eine Ein­tritt– oder Mit­glieds­ge­bühr eine Infra­struk­tur mit Strom, Inter­net und Werk­zeug zur Ver­fü­gung gestellt. In Ber­lin gibt es zum Bei­spiel die C-​Base und in Wien das MetaLab. Hacker­spaces sind aber keine Inter­net­ca­fés für beson­ders ner­dige Typen.

Gerade die vor­han­de­nen Geräte ermög­li­chen Pro­jekte, die alleine eher schwie­rig umzu­set­zen sind. Ein Thema zur Zeit sind CNC–Frä­sen und 3D–Dru­cker — Geräte mit denen sich phy­si­sche Gegen­stände her­stel­len las­sen. Wired​.com berich­tet in „Atoms Are the New Bits“ zum Bei­spiel von einem Vater, der für seine Kin­der Lego­teile her­stellt, die es nicht zu kau­fen gibt. Im Choas­ra­dio Express 134 „Hacker­spaces“ gibt es das Bei­spiel von Leu­ten, die aus Inter­esse nach Paten­ten bas­teln, um dar­über für sich neue Dinge zu lernen. 

Diese Kul­tur des Bas­telns jen­seits von Laub­sä­ge­ar­bei­ten und Ori­gami wird sicher noch an Attrak­ti­vi­tät gewin­nen. Tech­nik wird immer ein­fa­cher zu bedie­nen und güns­ti­ger in der Her­stel­lung. Arduino ist da ein gutes Bei­spiel: Ein Micro­con­trol­ler mit Stan­dard­bau­tei­len, mit dem man arbei­ten kann, wie frü­her mit Lego und einer nicht allzu kom­pli­zier­ten Pro­gram­mier­spra­che. Ich bin gespannt, was in Zukunft für Inno­va­tio­nen aus die­ser Ursuppe ent­ste­hen.

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Foto: Far­ring­ton Auto­ma­tic Address Rea­ding Machine (gemein­frei)

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