Hackerspaces sind Orte, an denen Menschen mit Technologie basteln können. Dort wird gegen eine Eintritt– oder Mitgliedsgebühr eine Infrastruktur mit Strom, Internet und Werkzeug zur Verfügung gestellt. In Berlin gibt es zum Beispiel die C-Base und in Wien das MetaLab. Hackerspaces sind aber keine Internetcafés für besonders nerdige Typen.
Gerade die vorhandenen Geräte ermöglichen Projekte, die alleine eher schwierig umzusetzen sind. Ein Thema zur Zeit sind CNC–Fräsen und 3D–Drucker — Geräte mit denen sich physische Gegenstände herstellen lassen. Wired.com berichtet in „Atoms Are the New Bits“ zum Beispiel von einem Vater, der für seine Kinder Legoteile herstellt, die es nicht zu kaufen gibt. Im Choasradio Express 134 „Hackerspaces“ gibt es das Beispiel von Leuten, die aus Interesse nach Patenten basteln, um darüber für sich neue Dinge zu lernen.
Diese Kultur des Bastelns jenseits von Laubsägearbeiten und Origami wird sicher noch an Attraktivität gewinnen. Technik wird immer einfacher zu bedienen und günstiger in der Herstellung. Arduino ist da ein gutes Beispiel: Ein Microcontroller mit Standardbauteilen, mit dem man arbeiten kann, wie früher mit Lego und einer nicht allzu komplizierten Programmiersprache. Ich bin gespannt, was in Zukunft für Innovationen aus dieser Ursuppe entstehen.
Links
- wired.com: Atoms Are the New Bits
- Wikipedia: Hackerspace
- Choasradio Express 134: Hackerspaces (PodCast)
- Wall Street Journal: Tinkering Makes Comeback Amid Crisis
- Homepage: Makezine.com
- Homepage: arduino.cc
- Homepage: Bre Pettis
- Liste: Hackerspaces weltweit
Foto: Farrington Automatic Address Reading Machine (gemeinfrei)






