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Brief aus Kopenhagen (Foto: complize / photocase.com)

E-MailAttachment or not Attachement

Mittwoch, 21. Juli 2010

Wer kennt sie nicht, die Mails mit dem Büroklammer-​Symbol? Da schickt jemand etwas, das man offen­bar nicht mit schlich­ten Wor­ten in einer E-​Mail aus­drü­cken kann. Lei­der stimmt das nicht immer und es lan­den PDFs oder Word-​Dokumente im Post­ein­gang. Und obwohl das Thema inter­es­sant sein könnte, öffne ich die Datei-​Anhänge oft nicht.

Ich habe fest­ge­stellt, dass meine Moti­va­tion ein Mail-​Attachement zu öffnen von zwei Fak­to­ren nega­tiv beein­flusst wird:

  1. Die Moti­va­tion sinkt, je mehr Inhalte im Attach­ment und nicht in der Mail sind. Klas­si­scher Fall: „Schau Dir DAS mal an!“
  2. Die Moti­va­tion sinkt außer­dem je pro­prie­tä­rer das Datei­for­mat ist. Fotos guck ich mir gerne an. Bei .docx denkt: „Geht’s noch?“

Woran liegt das?

Wer Word-​Dokumente schickt, ist meist nur zu faul, Tex­tin­halte in eine für das Medium ange­mes­sene Form zu brin­gen. Ein Word-​Dokument oder ein PDF ist außer­dem immer nur zur Kennt­nis­nahme — man kann die Inhalte nicht ver­än­dern oder ange­mes­sen kom­men­tie­ren. Man darf nur dem Gesamt­werk zustim­men und höf­lich nicken.

Außer­dem erfor­dert das Öffnen einer sol­chen Datei eine wei­tere Soft­ware — Die Inhalte ste­hen erst nach sekun­den­lan­gem Start von Word oder dem PDF–Betrach­ter zur Ver­fü­gung. Zeit genug abzu­wä­gen, ob man nicht viel­leicht doch lie­ber etwas Ande­res macht.

Fotos dage­gen wer­den meis­tens auch im Mail-​Programm ange­zeigt, kön­nen nicht ein­fach in Wort gefasst wer­den und ergän­zen Texte. Fotos sind okay in Mails. Wer will, dass ich mich mit sei­nen Tex­tin­hal­ten beschäf­tige, sollte mir ent­we­der den Text in der Mail schi­cken oder einen Link auf einen Blog­ein­trag oder ein Wiki — denn der Brow­ser läuft ja sowieso immer…

Foto: com­plize /​pho​to​case​.com

Kommentare

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    bagalutenGregor

    21. Jul 2010

    Inter­es­san­ter Ansatz. Wobei ich durch­aus daseins Berech­ti­gun­gen sehe für Word und PDF Datei­na­men. Wobei txt Word vor­zu­zie­hen ist und wenn es auf Lay­out Ankommt ist PDF ganz klar das For­mat mei­ner Wahl. Aber grund­sätz­lich hast du voll­kom­men recht.
    Fas­zi­nie­rend sind überings sol­che Mails, wo das ange­hängte PDF oder sons­tige Doku­ment, 1 zu 1 in die Mail ein­ge­fügt ist. Ich weis dann nie soll ich mich freuen, oder ärgern.
    cu an other time
    on an other place

    der bagalutenGregor

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    Sven Thomsen

    21. Jul 2010

    Hmm, ich hatte mal die spin­nerte Idee ein „sourcef­orge für Internet-​User“ zu bauen.

    Nach ein­fa­cher Regis­trie­rung kriegt man dann seine eigene Wiki-​Instanz, Mai­ling­lis­ten­ser­vice, Doku­men­ten­ab­lage, blog, Mail­ser­vice etc.

    Dann ist es ein leich­tes ein: „Schau Dir das mal an, ich habs in mein/​Dein Wiki geschrie­ben“ zu leben.

    –Sven

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    Steffen

    21. Jul 2010

    Ich wollte vor allem dar­auf auf­merk­sam machen, dass Inhalte in Attach­ments dem Risiko unter­lie­gen, dass sich zu faul bin, sie zu öffnen. Wer nicht gerade mein Anwalt ist, der mir einen aktu­el­len Schrift­satz zuschickt, muss mir see­ehr gute Gründe lie­fern, warum ich drauf war­ten soll, bis Open Office gestar­tet ist…

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    Alex

    22. Jul 2010

    Und wie sieht’s mit Excel aus…? ;-)

    Man­che Inhalte kann man nicht in einer Mail zusam­men­fas­sen. Auch finde ich Text­do­ku­mente (unab­hän­gig vom For­mat) bes­ser, da diese sich im Gegen­satz zu Emails bes­ser archi­vie­ren las­sen. Eine Email ver­schwin­det spä­tes­tens nach 2 Tagen im Nir­wana mei­nes Mail-​Client, ein Doku­ment finde ich, wenn rich­tig abge­legt, inner­halb von 3 bis 4 clicks.

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    Steffen

    22. Jul 2010

    Was soll ich denn mit Roh­da­ten. Sag mir, was die Tabelle mir sagen soll.

    Ein wei­te­res Pro­blem mit Anhän­gen ist ja auch, dass man nicht danach suchen kann. Wenn ich mich dran erin­ner, dass mir irgend­je­mand irgend­wann im März mal etwas geschickt hat, was ich heute benö­tige, kann ich danach nicht suchen.

    Mir fällt dazu auch unser Redaktions-​Postfach ein, in dem hun­derte von Pres­se­mit­tei­lun­gen auf­schla­gen — 80% davon sind PDFs oder Word-​Dokumente. Wenn mir dann ein Thema über den Weg läuft, von dem ich mich erin­nere, dass da schon vor Wochen mal jemand etwas ähnli­ches zu geschickt hat, gibt es kei­nen Weg, diese Mail wie­der zu finden.

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    Alex

    22. Jul 2010

    Roh­da­ten sind mir ver­läss­li­cher als die sub­jek­tive Aus­wer­tung die­ser durch jemand anderen… ;-)

    Übri­gens kann man auch Doku­mente und pdfs nach Schlüs­sel­wor­ten etc. durch­su­chen. Zumin­dest bei mir funk­tio­niert dies.

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    Tim Schlotfeldt

    22. Jul 2010

    Hach, ja, Mail-​Etiquette. Schö­nes Thema.

    Da im Unter­neh­mens­um­feld über­wie­gend TOFU vor­kommt, kennt man dort auch keine ver­nünf­tige Form des Zitie­rens und des Kom­men­tie­rens. Ich glaube, dass man des­we­gen gerne Word oder Acro­bat benutzt, da man mit die­sen Pro­gram­men eine Über­ar­bei­ten­funk­tion oder eine Kom­men­tar­funk­tion bekommt, mit der man dann das machen kann, was wir ein­fach direkt in der E-​Mail erle­di­gen wür­den.

    Wer übri­gens eine nette Desktop-​Suche für Linux sucht, also so etwas wie Spot­light für Arme, der sollte sich mal Recoll anse­hen. Mir gefällt es sehr gut.

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    Tristan

    26. Jul 2010

    Noch ein wich­ti­ger Punkt (jeden­falls für mich):
    Auf den diver­sen Smart­pho­nes (Android/​iPhone/​etc.) kann ich Text sofort lesen, habe auch bei Tari­fen mit Volu­men­be­gren­zung kei­ner­lei Pro­blem mit Text und kann so auch ohne Lap­top Mails sofort lesen und beantworten.

    ornament

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