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Mini-Rechner: Erste Schritte mit dem Raspberry Pi

Eigenes Foto
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Steffen Voß

Die Web­seiten zweier Eletronik-Versender brachen zusam­men an dem Tag vor eini­gen Wochen, als bekannt wurde, dass die erste Ver­sion des Rasp­berry Pi vorbestell­bar sei. Für 35€ woll­ten offen­bar viele den Mini­com­puter bestellen, um ein­fach mal zu schauen, was man damit machen kann. Ich kon­nte meine Bestel­lung abschicken, kurz bevor der Server zusam­men­bracht. Mittwoch kam er dann endlich an.

Das nackte Board ver­fügt über einen Klinke-Audio-Anschluss, einen Composite-Ausgang mit einem RGB-Signal, einem dig­i­talen HDMI–Anschluss, einem Ethernet-Port und zwei USB–Anschlüssen. Das Betrieb­ssys­tem kann man per SD-Karte ein­stecken. Die Stromver­sorgung geht per Micro–USB mit jedem Smartphone-Ladekabel.

Nötige Periph­erie

Ich musste mir also zunächst mal ein HDMI–Kabel, eine ein­fache Tas­tatur, eine Maus und eine SD-Karte dazu kaufen — zusam­men wesentlich teurer als der Rech­ner selbst…

Das Betrieb­ssys­tem

Als erstes Betrieb­ssys­tem habe ich das emp­foh­lene Debian Squeeze herun­terge­laden. Per ImageWriter (Ubuntu) kann man das ISO dann auf die SD-Karte spielen.

Es wer­den dann nur 2GB der Karte genutzt. Mit GParted (Ubuntu) kann man als Erstes die Swap-Partition ans Ende der Karte ver­schieben und dann der Root-Partition den restlichen Platz zuordnen.

Zunächst hab ich den Rasp­berry Pi per Com­pos­ite Kabel an den Scart-Anschluss meines Fernse­hers angeschlossen. Und hey! Es erscheinen weiße Buch­staben auf dem schwarzen Bild­schirm! Zusam­men mit dem flim­mern­den Bild des Röhren­fernse­hers kamen Erin­nerun­gen an den alten Atari 130XE auf.

Erste Schritte

Und dann kon­nte ich mich ein­loggen, nach­dem ich her­aus­ge­fun­den habe, dass ein englis­ches Tas­taturlay­out vor­eingestellt ist. Ein Window-Manager läuft nicht gle­ich. Den muss man erst mit startx starten.

Nach ein paar Sekun­den bekomme ich die Ober­fläche von LXDE auf den Fernse­her. Die Ober­fläche ist nach dem klas­sis­chen Muster von Win­dow 95 aufge­baut: Start­but­ton unten links und da dann das Pro­gramme Menü. Ein Browser ist instal­liert. Ich habe aber am Fernse­her kein Ethernet-Kabel. Also bringt das wenig. Ein paar Tools, mit denen man Pro­gram­mieren üben soll.

Mir fällt dann nicht so richtig ein, was ich am dem flim­mern­den Fernse­her auf dem Fuß­bo­den im Wohnz­im­mer ohne Inter­net mit dem Rasp­berry Pi will. Ich fahre ihn herunter und bin erst ein­mal stolz, über­haupt etwas auf den Fernse­her bekom­men zu haben.

Weit­ere Schritte

  1. Als näch­stes habe ich mir ein schönes, hölz­ernes Case bestellt.
  2. Dann werde ich per USBHUB einen WLAN–Adapter anschließen und mal schauen, dass ich damit ins Netz komme.
  3. Danach kommt da mal Open­ELEC (XBMC) drauf und dann will ich sehen, wie das Ding als Media-Player im Wohnz­im­mer funktioniert.
  4. Ich hab auch gele­sen, dass man mit MPD den Medi­aplayer auf ein Net­zw­erk­laufw­erk zugreifen lassen kann und den Player dann per Smart­phone steuern kann. Mal sehen, ob das geht. Das wäre grandios.

Und genau das ist der Sinn des Rasp­berry Pi: Er soll ein bil­liger Com­puter sein, mit dem man aus­pro­bieren kann, was man mit Com­put­ern alles machen kann.

Es gibt schon eine leb­hafte Com­mu­nity, die an ver­schiede­nen Betrieb­ssys­te­men arbeitet, die den Rasp­berry Pi mit Arduino ver­heiratet oder zur Steuerung von Robot­ern nutzt.

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Foto: Eigenes Foto. Lizenz: CC-BY-SA

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Kommentare

  1. Alexander:

    Sehr inter­es­san­ter und gut geschriebener Artikel!
    Erwarte meinen RPi auch in Kürze (eben­falls am ersten Tag Vorbestel­lung abgeschickt und vor 2 Wochen den Aktivierungscode zum Bestellen von RS bekom­men), kanns kaum erwarten, dass er endlich ein­trifft ;)
    Würde mich freuen, wenn du noch mehr über den RPi schreiben würdest in Zukunft, beson­ders die The­men Open­ELEC und MPD wür­den mich per­sön­lich auch sehr inter­essieren, da ich meinen RPi wohl auch größ­ten­teils für Multimedia-Zwecke ein­set­zen möchte als stroms­parende Alter­na­tive zu einem herkömm­lichen PC.

  2. Martin Kukielka:

    Ja, mich würde auch inter­essieren, ob MPD unter Open­ELEC zum Laufen zu bekom­men wäre.

    Ich hoffe, Du bericht­est dem­nächst über Deine Erfahrungen.

  3. olaf:

    Mal ne blöde Frage:
    Habe meinen Rasp­berry gestern erhal­ten.
    Habe ihn via Com­pos­ite Videok­a­bel (gelbe Buchse) angeschlossen.
    Müsste da nicht wenig­sten ein Bild erscheinen auch wenn keine SD Karte eingesteckt ist ?
    Danke
    Gruß aus Frank­furt
    Olaf

  4. Steffen Voß:

    Das habe ich ehrlich gesagt noch nicht aus­pro­biert ;-) Ich weiß nicht, ob sich da groß das BIOS meldet oder so. Wozu sollte man da auch Dinge ein­stellen kön­nen? Die Hard­ware ist ja fest definiert.

  5. olaf:

    ich stelle die Frage deshalb weil sich bei meinem RB nix tut.
    Jetzt weiss ich nicht ob er schon ab Werk defekt ist oder ob ich zu blöd bin ?
    habe ver­schi­dene IMG Files auf eine 8 GB SD Card mit “unet­bootin” instal­liert, aber es tut sich rein gar nichts.
    ?????

  6. Steffen Voß:

    Fer­n­di­ag­nose per Kom­men­tar ist ein wenig schwierig:
    1. Hast Du ihn schon ein­mal aus und wieder eingeschal­tet? ;-)
    2. Wie hast Du den Raspi angeschlossen: Composite-Kabel an Fernse­her? Per Scart? Oder auch per Com­pos­ite? Oder wie oder was?
    3. Wenn per Scart/Composite an TV: Ist der Fernse­her eingeschal­tet und auf das richtige Pro­gramm gestellt? Der Raspi kann über den Composite-Ausgang keine Scart-Schaltspannung aus­geben — Das musst Du manuell machen.
    4. Ist das Bild blau, schwarz, rauschen?

  7. olaf:

    ich bin mir bei der Erstin­stal­la­tion nicht sicher!
    finde hier im Netz keine “ein­fache” Starthilfe :-(
    Habe ihn jetzt sogar mit einen HDMI Kabel angeschlossen.
    KEIN BILD — nur schwarz!
    Bin jetzt noch über eine Seite gestolpert auf der es heisst man sollte keine MICRO SD CARD mit Adapter benutzen. Bin jetzt auf der Suche ob ich einen “nor­male” SD Cardt mit aus­re­ichend Platz finde :-)

    Meine 1 Frage war eigentlich nur — zeigt der RASPI schon ein Bild an wenn ich ihn nur anschliesse (ohne SD Card) und Strom anschliesse.
    wenig­stens ein Logo oder so was.
    Oder läuft der nur mit nem Betrieb­ssys­tem auf der Karte ?

    Der TV ist übri­gens OK :-)

    Gruß

  8. Steffen Voß:

    Ich glaube nicht, dass er etwas anzeigt. Er zeigt auch beim Booten mit SD-Karte nichts vor dem eigentlich Boot-Vorgang.

    Bei den SD-Karten ist der Raspi tat­säch­lich wäh­lerisch. Da geht zur Zeit noch nicht jede. Bei Face­book hat jemand eine kleine Umfrage gemacht: https://www.facebook.com/groups/raspberry.pie/permalink/312914092136852/

  9. olaf:

    Hallo Stef­fen,
    ich habs gestern Nacht hin­bekom­men.
    Es funk­tion­iert anscheinend NICHT mit „unet­boo­tin” für MAC.
    Ich habe dann Win32DiskImager benutzt und damit lies sich die IMG Datei auf der SD Card richtig instal­lieren. Erst mit einer lauf­fähi­gen SD Card bootet der RASPI, ohne nicht. :-)
    Danke für deine Hilfe.
    Gruß Olaf

  10. Unsere 1. Lab-Night: am 6.9. war der Raspberry Pi aus Kiel zu Gast im Fab Lab St.Pauli | Fabulous St.Pauli:

    […] ein ger­ade mal kred­itkarten­großer Mini–PC. Aus­führlich berichtete Stef­fen uns, was man mit dem kleinen Kerl machen kann. Ein aus­führlicher Bericht hierzu folgt in Kürze. An dieser Stelle erst ein­mal einige […]

  11. W.M. Z:

    Das Mod­ell A (ohne NIC) soll ange­blich Ende 2012 liefer­bar sein.

    Um eventuelle Serien­fer­ti­gun­gen zu pla­nen
    und grünes Licht für die Soft­wa­reen­twick­lung zu starten, wollte ich von den Händlern wis­sen
    wann das Rasp­bery Pi Mod­ell A nun liefer­bar sei.

    Lap­i­dare Antwort von den soge­nan­nten “Fachändlern” “far­nell und “rs-components”

    .…“Das Mod­ell A haben wir nicht im Lieferprogramm”.…

    Toll

    Und was weiter ?

    Solange diese Infor­ma­tion nicht vor­liegt
    bleiben Entwick­lun­gen für dieses Pro­dukt auf Eis.

  12. matthias:

    Der rasp­berry pi hat gar kein bios und kann ohne
    Eingesteck­ten sd-card gar nichst

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