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Linux überall: Es tut sich was im Ubuntu-Land

Steffen Voß

Neben dem unver­meid­li­chen April-Release von Ubuntu, ste­hen einige andere Pro­jekte vor der Tür. Mark Shut­tle­worth, Chef der Ubuntu-Firma Cano­ni­cal, ver­sucht mit sei­ner Linux-Distribution Neu­land zu betre­ten. Nach Ubuntu für den Fern­se­her folgt jetzt Ubuntu für Android. Das Tele­fon wird damit erst­mals als voll­wer­ti­ger Rech­ner genutzt.

Ubuntu TV

Ver­schie­dene Fir­men haben in den letz­ten Mona­ten ange­kün­digt, im Fern­seh­markt der Zukunft mit­spie­len zu wol­len. Unter ande­rem Google ist dabei — und seit Kur­zem auch Ubuntu.

Ubuntu TV soll vor allem mit allen mög­li­chen ande­ren Sys­te­men zusam­men arbei­ten und Filme zum Bei­spiel auch aus iPho­nes strea­men können.

Ubuntu on Android

Viel span­nen­der ist aber „Ubuntu on Android”: Heu­tige Smart­pho­nes sind leis­tungs­fä­hige, kleine Com­pu­ter. Man müsste nur Tas­ta­tur, Maus und Moni­tor anschlie­ßen, um sie voll als sol­che ein­set­zen zu kön­nen. Genau das will Ubuntu jetzt erreichen.

Ubuntu on Android star­tet eine kom­plette Desk­to­p­um­ge­bung auf dem Tele­fon, wenn es in eine Docking­sta­tion gesteckt wird. Dort ste­hen dann nor­male Pro­gramme wie VLC oder Thun­der­bird zur Ver­fü­gung. Außer­dem kön­nen die Android Apps genutzt werden.

So ein Sys­tem ist mir bis­her von kei­nem ande­ren Anbie­ter (Apple, Google…) bekannt, klingt aber sehr char­mant: Man hat immer nicht nur die eige­nen Daten dabei, son­dern auch die gesamte Soft­ware mit den per­sön­li­chen Ein­stel­lun­gen. Gerade im Berufs­ein­satz könnte das den klas­si­schen Büro­rech­ner ablö­sen und das Lap­top ergänzen.

Ob sich dabei aber gerade Ubuntu durch­setzt, oder ob Apple und Google jetzt eigene Lösun­gen ent­wi­ckeln bleibt abzu­war­ten. Ubuntu hat aber eine inter­es­sante Geräte-Strategie gewählt, um dem eige­nen Pro­dukt eine brei­tere Basis zu geben. Begeis­terte Ubuntu-Fans haben schon ein­mal visua­li­siert, wie sie sich ein Ubuntu-Solarlaptop oder ein Ubuntu TV aus­se­hen könnten.

Und in die­sem Zusam­men­hang ergibt die eigene Cloud Ubuntu One und die Ein­füh­rung der Bedie­ner­ober­flä­che Unity auch Sinn (sogar der Name): Die glei­che Ober­flä­che funk­tio­niert dann auf Touch­screens, Desk­top­com­pu­tern und Fern­se­hern. Die Kun­den müs­sen sich nicht umge­wöh­nen. Cano­ni­cal hat jetzt die Chance, eine eigene Pro­dukt­welt zu schaf­fen, die alle mög­li­chen Medien zusam­men­führt. Und das Schöne ist: Das alles ist freie Software.

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Kommentare

  1. Linux: Ubuntu-Phone angekündigt:

    […] hat heute seine neu­es­ten Pläne prä­sen­tiert: Nach Ubuntu auf Android im letz­ten Jahr, soll jetzt ein eige­nes Ubuntu-Smartphone (und –Tablet) kom­men. Die Firma […]

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