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Blogging: Kommentare kommentieren?

Mikrofone
Jeder darf etwas sagen | Bestimmte Rechte vorbehalten von Rusty Sheriff
Steffen Voß

Noth­ing Makes a Blogger’s Day Like Com­ments,” heißt es so schön. Und für kaffeeringe.de möchte ich das gerne unter­schreiben. Ich freue mich über jeden Kom­men­tar, weil hier 99% aller Kom­mentare nett geschriebene und klug gedachte Ergänzun­gen zum Inhalt meiner Ver­suche. Ins­ge­samt habe ich allerd­ings ein ges­paltenes Ver­hält­nis zu Kom­mentaren. Markus Beckedahl hatte dazu eine Diskus­sion angestoßen, die der Web­mas­ter­Fri­day in dieser Woche auf­greift.

Ich kann Markus Beckedahl ver­ste­hen. Auf netzpolitik.org ver­sam­melt sich gerne ein Kuriositätenk­abi­nett von Ver­schwörungs­the­o­retik­ern, Zynikern und Dumpf­backen — ähn­lich den Stammtisch-Kommentatoren auf den Web­seiten aller Tageszeitun­gen oder den Trollen im Heise­fo­rum. Nicht umsonst hat Heise schon vor Jahren das Forum vor Gele­gen­heit­sle­sern ver­steckt und nicht umsonst ver­lan­gen mehr und mehr Zeitun­gen eine Reg­istrierung, bevor man los pöbeln kann. Da kann ich dann auch ver­ste­hen, dass man nicht auf Kom­mentare eingeht und “Scheiße vor­bei treiben” lässt. Und ich finde es äußerst ehren­haft, dass Markus Beckedahl immer wieder erk­lärend und beschwichti­gend auf die dümm­ste Polemik eingeht. Anders als Michael Speier in seinem Beitrag zum Web­mas­ter­Fri­day, finde ich es nicht schlimm, wenn in “größeren” Blogs die Autoren nicht mehr antworten — aber ich denke, dass sich die Autoren da selbst eine Chance rauben.

Auf vie­len weniger promi­nen­ten Web­seiten finde ich die Kom­mentare oft sehr hil­fre­ich. Ger­ade wenn man auf der Suche nach Lösun­gen für tech­nis­che Prob­leme ist, ergänzen und aktu­al­isieren die Kom­mentare den Artikel oft. Ich freue mich in meinem eige­nen Blog über die sel­te­nen aber umso besseren Diskus­sio­nen, bei denen ich immer wieder viel lerne. Ich betra­chte dabei jeden meiner Artikel als Diskus­sions­beitrag und nicht als let­zte Weisheit. Einige Diskus­sio­nen finden direkt auf kaffeerringe.de statt — andere laufen bei Face­book. Weniger bis nie passiert das bei Google+ oder Twit­ter — manch­mal bei Diaspora.

Ich nehme mir hier­mit vor, selbst mehr zu kom­men­tieren und vor allem bei Blogs, die mir tech­nisch geholfen haben, öfter Danke zu sagen. Ander­seits will ich mich auch nicht in Troll-Debatten ein­schal­ten. Das habe ich früher mehr gemacht. Das kann ich inzwis­chen unterdrücken.

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Foto: Bes­timmte Rechte vor­be­hal­ten von Rusty Sher­iff

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Kommentare

  1. Kai Breker:

    Okay, nur lei­der muss man sich oft viel zu oft reg­istri­eren, um ein­mal “DANKE” sagen zu können.

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